Kauftipp an Apple: Netflix, Activision Blizzard und Co. einfach einverleiben

Holger Eilhard

Das iPhone wird auf lange Sicht kein Verkaufsschlager bleiben. Die Zukunft liegt in Apples angebotenen Diensten, die das Unternehmen beispielsweise durch einen Kauf von Netflix oder dem Spielestudio Activision Blizzard stärken könnte.

Kauftipp an Apple: Netflix, Activision Blizzard und Co. einfach einverleiben
Bildquelle: GIGA.

Netflix und mehr: Analyst schickt Apple auf Einkaufstour

Mit den rückläufigen Einnahmen im iPhone-Bereich werden Apples Dienstleistungen auch in Zukunft immer wichtiger. Dazu gehört nicht nur der Speicherplatz in der iCloud, sondern eben auch Dienste wie der App Store, Apple Music und der erwartete Video-Streaming-Dienst. Die Analysten von J.P. Morgan haben nun einige Ideen, wie Apple beispielsweise seine Geldreserven in Höhe von fast 250 Milliarden US-Dollar zur Stärkung dieser Kategorie nutzen könnte.

Samik Chatterjee, Analyst bei J.P. Morgan sagt, dass Netflix strategisch am besten zu Apple passen würde. Es wäre sinnvoll den erfolgreichsten Anbieter zu übernehmen, statt zu versuchen, die Arbeit mit einem kleineren Unternehmen zu wiederholen. Apple ist laut früheren Gerüchten derzeit damit beschäftigt eigene Produktionen zu starten. Gleichzeitig sucht man aber auch nach weiteren Inhalten von externen Anbietern, die am Start von Apples Video-Streaming-Dienst beteiligt werden sollen.

Ein Grund für die Übernahme externer Unternehmen sei die Stärkung von Apples angebotenen Dienstleistungen, da die Verkäufe von neuen iPhones – wie sich schon beim iPhone XS zeigte – in den kommenden Jahren weiter sinken werden. Hier unser Test des aktuellen iPhone-Flaggschiffs:

iPhone XS im Test: So gut ist Apples Top-Smartphone.

Chatterjee nannte drei Gründe, warum Netflix zu Apple passt. Der erste Grund ist, dass Netflix wie Apple primär ein Anbieter von Inhalten sei – im Gegensatz zu traditionellen Medienunternehmen wie Sony Pictures. Gleichzeitig setzt Netflix ebenfalls auf ein Abomodell, wie es schon bei Apple Music der Fall ist. Als letzten Grund nannte Chatterjee die geringere Komplexität einer etwaigen Übernahme von Netflix. Sie sei zwar weiterhin kompliziert, im Vergleich zu Hulu oder gar Amazon Prime aber einfacher.

Der Analyst hat auch einige Zahlen für eine derartige Übernahme. Der aktuelle Börsenwert von Netflix liegt bei rund 148 Milliarden US-Dollar, hinzu kommen 7 Milliarden US-Dollar Schulden. Mit einem Aufschlag von 20 Prozent kommt der Analyst so auf einen Übernahmepreis von rund 189 Milliarden Dollar. Chatterjee sagte aber gleichzeitig, dass es sehr unwahrscheinlich sei, dass Netflix einem derartigen Deal zustimmen würde und die Kosten am Ende selbst für Apple zu hoch seien.

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Activision Blizzard und Sonos als weitere Übernahmeziele

Doch warum sollte Apple bei der Übernahme eines Streaming-Anbieters Halt machen? Der Analyst hat gleich zwei weitere Firmen im Blick, die Apple laut J.P. Morgan übernehmen sollte. Laut Chatterjee könnten auch Activision Blizzard und Sonos gute Ziele für eine Übernahme sein. Diese Übernahmespekulationen basiert der Analyst allesamt auf dem schwindenden Langzeitwachstum des iPhone. Andere Analysten sehen auch Nintendo als einen passenden Partner, den man sich einverleiben könnte.

In der Vergangenheit gab es immer wieder Beobachter und Analysten, die angebliche Übernahmeziele für Apple nannten. So kam es des Öfteren vor, dass auch Tesla – aufgrund von Apples „Project Titan“ – als mögliches Kaufobjekt bezeichnet wurde.

Apple übernimmt immer wieder kleinere Unternehmen und Startups. Eine teure Ausnahme war die Beats-Übernahme im Wert von rund 3 Milliarden US-Dollar im Mai 2014, dessen Musikdienst die Grundlage für Apple Music ist.

Der Journalist Tae Kim plädierte kürzlich dafür, Apple solle das japanische Unternehmen Nintendo kaufen. Aber wäre das wirklich eine gute Idee? Gib hier deine Stimme ab.

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