Kein Geld am Monatsende? Verklag doch einfach Apple!

Sven Kaulfuss

Eine Milliarde US-Dollar – diese bescheidene Summe möchte der Student Ousmane Bah von Apple gerne haben und verklagt den iPhone-Hersteller kurzerhand. Die Summe sollte genügen, um das allmonatliche Kontodefizit zu füllen. Doch was war eigentlich passiert?

Kein Geld am Monatsende? Verklag doch einfach Apple!
Bildquelle: GIGA.

Ladendiebstahl: Verwechslung im Apple Store

Ein bizarrer Fall, über den die FAZ da berichtet. Im November 2018 wurde der Student Ousmane Bah in New York festgenommen. Die Polizei beschuldigte ihn mehrerer Ladendiebstähle – unternommen in diversen Apple Stores. Beispielsweise auch in Boston im Mai 2018. Ousmane Bah wehrte sich gegen die Beschuldigung, unter anderem mit einem Alibi und dem Verweis einer Verwechslung. So soll der Haftbefehl das Foto einer gänzlich anderen Person zeigen. Die Vermutung eines Polizisten: Der von Ousmane Bah verlorengegangene oder gar gestohlene Führerschein wurde vom eigentlichen Täter betrügerisch genutzt, um sich in den Apple-Läden zu identifizieren. Zudem sprach derselbe Polizist davon, Apple würde in seinen Läden auch eine Gesichtserkennungstechnologie einsetzen.

Einer der jüngsten Apple Stores in Norditalien:

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Mailand erhält neue Sehenswürdigkeit: Apples Bilder der Store-Eröffnung.

Schadenersatzforderung an Apple aufgrund traumatischer Festnahme

Eigentlich könnte die Geschichte hier enden: Shit happens! Schließlich dürfte der Student nicht der erste und auch nicht der letzte Mensch auf Erden sein, der die „Nebenwirkungen“ eines etwaigen Identitätsdiebstahls zu spüren bekommt. Doch der Student will mehr: Eine Milliarde US-Dollar und zwar von Apple. Immerhin war die Festnahme laut Beschreibung von ihm „traumatisch“. Die „falschen Anschuldigungen“ hätten zudem zu „schwerem Stress“ geführt und am Ende seinen Ruf beschädigt. Ergo: Schadenersatz müsse her. Amerika … wie es leibt und lebt, ist man da versucht zu denken.

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Apple wiederum gab keinen Kommentar zur Klageerhebung ab, dementierte aber den Einsatz der vom Polizisten genannten Gesichtserkennungstechnologie in den eigenen Ladengeschäften.

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