Kontra Killer-Apps: Steve Wozniak fordert Ächtung von autonomen Kampfrobotern

Ansgar Warner

Verbannt autonome Killerdrohnen, stoppt das Wettrüsten im Bereich Militärischer AI! Das fordert Apple-Mitgründer Steve Wozniak zusammen mit Elon Musk und Stephen Hawking in einen Offenen Brief, veröffentlicht anlässlich einer Internationalen AI-Konferenz in Buenos Aires.

Was würde Siri tun, wenn sie eine bewaffnete iDrohne steuern dürfte, und via iSight-Kamera gerade eine Person identifiziert hätte, die auf der aktuellen „Kill or Capture“-Liste steht? Zugegeben, ein etwas absurdes Szenario, denn solche Killer-Apps plant in Cupertino zur Zeit niemand. Nicht mal ein ziviles selbstfahrendes iCar wird wohl vor den 2020er Jahren Realität. Doch einer Apple-Ikone wie Steve Wozniak ist es offenbar sehr wichtig, dass auch anderswo der Fortschritt in Sachen Künstlicher Intelligenz und autonomer Robotik nicht in die falsche Richtung geht.

Mit dieser Meinung steht Apple-Mitgründer Wozniak nicht alleine da: als Unterzeichner eines Offenen Briefes gegen Kampfroboter und Killer-AI liest man seinen Namen neben dem von Tesla-CEO Elon Musk, Star-Physiker Stephen Hawking oder etwa von Google-Deep-Mind-Chef Demis Hassabis. Im Offenen Brief heißt es:

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AI-Technologie hat einen Punkt erreicht, an dem der Einsatz rein praktisch, vom juristischen mal abgesehen, innerhalb weniger Jahre, und eben nicht Jahrzehnte, machbar ist. Es geht um sehr viel dabei: autonome Waffen werden als die dritte wehrtechnische Revolution beschrieben, nach Schießpulver und Atomwaffen.“

Es müsse jetzt darum gehen, so die insgesamt mehr als 1000 Unterzeichner, ein globales Wettrüsten bei autonomen Waffensystemen zu verhinden. Während Elon Musk und Stephen Hawking schon des öfteren davor gewarnt haben, dass Künstliche Intelligenz die größte existenzielle Bedrohung der Menschheit sei, war Steve Wozniak da bis vor kurzem allerdings noch anderer Meinung. Wenn die artifizielle Intelligenz nur weit genug entwickelt sei, so Woz erst kürzlich, werde sie die Menschen schon alleine aus ökologischen Gründen nicht bedrohen – ganz einfach weil die Menschen eben ein Teil der schützenswerten Natur seien.

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