Kryptowährungen im Visier: Apple geht gegen Bitcoin und Co. vor

Florian Matthey

Mit Rechenleistung lässt sich Geld herstellen – also virtuelles Geld in Form von Kryptowährungen wie Bitcoins. Apple möchte allerdings nicht, dass iPhone-, iPad- und Mac-Rechenleistung dafür zum Einsatz kommt – und hat entsprechende Apps jetzt einfach verboten.

Kryptowährungen im Visier: Apple geht gegen Bitcoin und Co. vor
Bildquelle: Getty Images / wael alreweie.

Apple verbannt Kryptowährung-„Mining“-Apps aus dem App Store

Im Rahmen der Entwicklerkonferenz WWDC hat Apple letzte Woche einige Regeln für den App Store und Mac App Store geändert. Dazu gehört auch eine Regelung, die Apps, die ein Schürfen oder „Mining“ von Kryptowährungen auf dem Gerät selbst durchführen, kategorisch verbietet.

Das heißt, dass es nur noch Apps zur Verwaltung von Kryptowährungen oder solche Apps geben darf, die das „Mining“ auf einen Rechner in der Cloud auslagern – was allerdings nicht sonderlich sinnvoll ist, da Benutzer dann für das Schürfen des virtuellen Geldes bezahlen müssten.

Neue Regel gegen Kryptowährung-Apps: Stromverbrauch dürfte der Grund sein

Überhaupt ist das Gelddrucken mit einem Rechner, Smartphone oder Tablet weniger attraktiv, als es sich zunächst anhört. Die Einzelheiten erklären wir in einem Artikel, dessen Fazit „kaufen statt minen“ lautet. Denn: Um eine Inflation der jeweiligen Kryptowährung zu vermeiden, soll die Rechenleistung von Geräten eine begrenzte Ressource darstellen. Dementsprechend müssen leistungsfähige Rechner tagelang laufen, um nennenswert Geld „herzustellen“ – und oft kostet der Stromverbrauch mehr, als sich auf diese Weise „verdienen“ lässt.

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Eben wegen des Stromverbrauchs will Apple die Apps wohl nicht mehr im App Store sehen: Wenn bei iPhones, iPads und Macs ständig der Akku leer ist, weil Apps im Hintergrund viel Leistung nutzen, um virtuelles Geld zu „drucken“, leidet darunter das Benutzererlebnis. Allerdings kann Apple Mac-Benutzern das Installieren von entsprechenden Apps außerhalb des Mac App Store natürlich weiterhin nicht verbieten. Ob das so sinnvoll ist, steht natürlich weiterhin auf einem anderen Blatt.

Quelle: AppleInsider

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