Liegt Apples „next big thing“ in der Medizin?

Julien Bremer 4

Es mehren sich die Anzeichen, dass sich Apple zukünftig auf den medizinischen Bereich konzentriert. Laut einem Bericht des San Francisco Chronicle will das Unternehmen diesen Sektor bald mit revolutionären Erfindungen für sich entdecken.

Liegt Apples „next big thing“ in der Medizin?

Wie die Zeitung unter Berufung auf gut informierte Quellen berichtet, verstärkt Apple seine Bemühungen im medizinischen Bereich. Demnach arbeitet das Unternehmen derzeit an einer neuen Technologie, mit der ein Herzinfarkt vorhergesagt werden kann. Dies soll durch spezielle Sensoren passieren. Damit sollen die Geräusche des Bluts aufgezeichnet werden, während es durch unsere Arterien fließt. Eine Analyse dieser Daten soll dann Rückschlüsse auf eine mögliche Gefährdung für einen Herzinfarkt geben.

Eine entscheidende Rolle für diese Technik soll der Sound-Pionier Timlinson Holman dabei spielen. Holman arbeitete vorher als technischer Direktor für Lucasfilms und erfand das Qualitätssiegel THX und den 10.2-Surround-Sound. Seit 2011 ist er für Apple tätig und es wurde zunächst vermutet, dass er den Sound für das iPhone und die MacBooks optimieren soll. Laut des Chronicles allerdings soll er Möglichkeiten finden, das Blut richtig „abzuhören“ und etwaige Turbulenzen ausfindig zu machen.

Der Technikgigant aus Cupertino stellte in der Vergangenheit vermehrt Ärzte und Juristen ein, die bereits Erfahrungen mit der Bundesbehörde für zur Überwachung von Nahrungs- und Arzneimitteln hatten. Ein Indiz dafür, dass Apple sich zunehmend auf den medizinischen Bereich konzentrieren will. Diese Bemühungen sollen weniger in die iWatch  einfließen, sondern Grundstein für ein eigenes Ökosystem von Apple sein.

Apples größter Konkurrent Samsung macht es dem Unternehmen vor. Seit Jahren ist der Technik-Produzent aus Südkorea in der Medizin tätig und verbindet technisches Know-How mit der Medizin. Mit „Samsung Health Medical Equipment“ hat der Hersteller ein eigenes Unternehmen gegründet, das den medizinischen Bereich bedient. So produziert Samsung unter anderem Ultraschallgeräte und Geräte zum Digitalen Röntgen.

Aus strategischer Sicht wäre Apple sicherlich gut beraten, sein Portfolio zu erweitern. Somit hätte man ein zweites Standbein, sollte der Markt um Computer- und Smartphone-Technologien einmal einbrechen. Die Medizin ist dafür ein sehr attraktiver Bereich. Denn auch dort gibt es viele Forschungsmöglichkeiten und Möglichkeiten, Prozesse zu optimieren. Auch der Analyst Bill Kreher fordert, dass sich Apple zunehmend auf neue Produktbereiche konzentrieren soll: „Apple muss wieder das Wachstum hinter der Vision ankurbeln. Apple braucht ‚the next big thing’“. Es bleibt also spannend, ob Apples nächste große Neuerung im medizinischen Bereich liegt.

Bild: 3D-Render of Heart Shape via shutterstock

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