mStore im Eigenverwaltungsverfahren: Premium-Reseller muss umdenken

Flavio Trillo 8

Der Apple Premium Reseller mStore hat im Februar ein Eigenverwaltungsverfahren eingeleitet. Anders als bei einer Insolvenz bleiben die Geschicke des Unternehmens dabei in den Händen der Geschäftsführer. Für die Kunden ändere sich nichts, verspricht der Händler.

mStore im Eigenverwaltungsverfahren: Premium-Reseller muss umdenken

Rückläufige Margen und Rabattaktionen, deren Nachfrage das Angebot überstieg, machten diesen Schritt notwendig. In den kommenden sechs Monaten wollen die Geschäftsführer, Martin Willmann und Martin Dencker, unter Begleitung eines Sanierungsgeschäftsführers das Unternehmen umstrukturieren — und neu fokussieren.

„Zu den Maßnahmen des Restrukturierungskonzepts gehören die Konzentration auf das Shop-integrierte Systemhaus. mStore wird sich wieder vermehrt dem Service für die Kunden und der individuellen Beratung widmen“, verkündet der Händler. Man habe sich dafür der Unterstützung aller Partner, inklusive Apple und der Banken versichert.

Es gibt also weiterhin die gewohnte Produktpalette und den Kundenservice. Alles, was sich ändert, ist die Ausrichtung auf das Geschäft als Systemhaus. Allerdings muss die Geschäftsleitung im Laufe des Eigenverwaltungsverfahrens auch die Insolvenz abwehren. Dank geringerer Kosten (kein Insolvenzverwalter) und einer hohen Motivation zur Sanierung, stehen die Chancen hierfür aber besser als bei der klassischen Insolvenz.

Hier hat der Verwalter im Normalfall den schnellstmöglichen Verkauf des Unternehmens im Sinn. Die Geschäftsführer von mStore wollen natürlich weiter machen: „Wir wollen zukunfts- und wettbewerbsfähig bleiben.“

Welche Maßnahmen die Restrukturierung genau umfasst, das werden die nächsten Tage und Wochen zeigen. Personalabbau sei derzeit jedoch nicht geplant, erklärt eine Sprecherin.

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