Nach iPhone-Pleite: Apple-Chef versucht Mitarbeiter zu beruhigen – Aktie im Sinkflug

Holger Eilhard 33

Nachdem Apple vor einigen Stunden die erste Gewinnwarnung seit dem Jahr 2002 veröffentlichen musste, richtet sich CEO Tim Cook nun an seine Mitarbeiter. Mit einem internen Memo, welches bereits an die Öffentlichkeit gelang, gibt er seinen Kollegen einen Einblick in weitere Details.

Nach iPhone-Pleite: Apple-Chef versucht Mitarbeiter zu beruhigen – Aktie im Sinkflug
Bildquelle: iphonedigital auf Flickr (CC BY-SA 2.0).

Apple-Aktie auf Talfahrt: Tim Cook informiert Mitarbeiter

Apples Gewinnwarnung, die Tim Cook mit einem Brief an seine Investoren vor einigen Stunden veröffentlichte, sorgte an der Börse in den darauf folgenden Stunden für einen weiteren Absturz der Aktie. Bereits seit Anfang November, nach der Veröffentlichung der vergangenen Quartalszahlen, passten viele Analysten ihre Vorhersagen für das Unternehmen an – was die Aktie seitdem auf einen Sinkflug schickte. Hinzu kamen die anhaltenden Schlagzeilen zu den schlechten Verkäufen der jüngsten iPhone-Generation.

Ein Blick auf den aktuellen Kurs zeigt – nach der Gewinnwarnung – einen erneuten Absturz. Seit dem 1. November 2018, als die Aktie noch bei 222,22 US-Dollar lag, verlor man 35 Prozent (via MacRumors). War man vor einigen Monaten mit mehr als einer Billion noch das wertvollste Unternehmen der Welt, wurde man in den vergangenen Stunden auch von Alphabet überholt und muss sich nun mit dem vierten Platz hinter Amazon, Microsoft und dem Mutterunternehmen von Google auf der Weltrangliste abgeben.

Die aktuellen Meldungen sind daher Grund genug, dass sich Apple-CEO Tim Cook nun direkt an seine Mitarbeiter wenden wird. Als Termin hat man den heutigen Donnerstag um 9:30 Uhr Ortszeit in Cupertino gewählt, in Deutschland entspricht dies 18:30 Uhr.

Zuvor hatte Cook aber bereits ein internes Memo an seine Kollegen geschickt, in dem er auf einige wichtige Details hinweist.

Unter anderem die Verkäufe des iPhone XS ist für die erste Gewinnwarnung seit vielen Jahren verantwortlich – hier unser Test:

iPhone XS im Test: So gut ist Apples Top-Smartphone.

Cook nennt weitere Details zum vergangenen Weihnachtsquartal

In dem Memo weist Cook nicht nur auf die negativen Aspekte der vergangenen drei Monate hin. Einige Gründe, zum Beispiel der Streit zwischen der US-Regierung und China und die schleppenden Verkäufe der iPhones im Fernen Osten, hatte er bereits in seinem gestrigen Brief genannt. Es gebe aber auch Grund zur Freude, so Cook.

So konnte man etwa einen zweistelligen Sprung der Einnahmen bei den iPads verzeichnen. Grund hierfür ist das neue iPad Pro, mit den gestiegenen Preisen. An Weihnachten konnte man in den USA und Kanada außerdem neue Rekorde für iPhone-Aktivierungen setzen.

Des Weiteren erwartet man neue Rekordgewinne in vielen anderen Ländern, darunter erneut die USA und Kanada. Aber auch in vielen westeuropäischen Ländern, darunter Deutschland und Italien, sollen neue Rekorde gesetzt worden sein. Weltweit konnte man noch nie so viele aktive Geräte zählen wie jetzt.

Weitere Details aus dem direkten Meeting von Cook mit seinen Kollegen, bei dem man auch Fragen der Mitarbeiter beantworten will, werden sicherlich in den kommenden Stunden an die Öffentlichkeit dringen.

Apple-Produkte sind zu teuer – das sehen viele Analysten aktuell als Ursache, dass Apple zu wenige iPhones verkauft. Was meint ihr: Sind die Apple-Produkte zu teuer oder nicht? Nehmt an unserer Umfrage teil.

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