Neues Apple-Patent: Gesichtserkennung soll Foto-Sharing via iPhone erleichtern

Ansgar Warner 5

Schnappschüsse schlummern oft ungenutzt auf dem iPhone – ein neues Apple Patent präsentiert eine Lösung: per Gesichtserkennung werden abgelichtete Personen identifiziert und erhalten automatisch einen virtuellen Abzug.

Neues Apple-Patent:  Gesichtserkennung soll Foto-Sharing via iPhone erleichtern

Was Facebook kann, kann Apple schon lange, zumindest theoretisch: ein von AppleInsider entdecktes Patent „Made in Cupertino“ soll ähnlich wie Facebooks „Moments“-App das automatische Verteilen von iPhone-Schnappschüssen an die darauf abgebildeten Personen erleichtern.

Das von Apple beim U.S. Patent and Trademark Office eingereichte Patent („Systems and methods for sending digital images“) nennt verschiedene Methoden, um Gesichter mit Kontaktdaten zu verbinden und sie via SMS, E-Mail oder Social Media zu verteilen. Besonderer Hingucker: eine auf Algorithmen basierende Gesichtserkennung, wie sie auch zum Sortieren von Fotos in der Photos für Mac-App zum Einsatz kommt.

Dieselbe Technologie könnte von Apple zukünftig sowohl in Kombination mit einer Auswahl des Nutzers wie auch automatisiert genutzt werden. In der Patentschrift heißt es:

„Ein User Interface könnte die erkannten Gesichter markieren und die jeweils für diese Person verfügbaren Kommunikationswege anzeigen. Der Nutzer hätte die Möglichkeit, einen oder mehrere Kanäle auszuwählen, sodass das digitale Bild auf diesem Weg an den Empfänger geschickt würde.“

Liegen solche Verknüpfungen zwischen Foto und Kontaktdaten bereits vor, würde die iPhone-App in manchen Fällen auch selbstständig in Aktion treten:

„Jemand hat vielleicht bereits die entsprechenden Informationen für die Gesichtserkennung geliefert. Auf Grundlage dieser Informationen könnte das System erkennen, dass sich eine bestimmte Person auf einem auf den Server hochgeladenen Bild befindet und dieses Bild auf den Account dieses Nutzers schicken.“

Mit Apples derzeitiger Datenschutz-Policy würden sich das Analysieren von Bilddaten und das Speichern der Verknüpfungen zwischen Bildern und Personen in der Cloud allerdings kaum in Einklang bringen lassen. Realistischer wäre wohl die Verarbeitung auf einem lokalen Gerät wie iPhone oder iPad.

Die Patentschrift beschreibt allerdings explizit ein Szenario, in dem Gesichtserkennungs-Daten zwischen Desktop-Computer und mobilem Gerät über einen zentralen Server sychnronisiert werden.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

* Werbung