Plattenlabels drängten Apple zum Einsatz von DRM im iTunes Store

Julien Bremer 3

Mit seinem DRM-System FairPlay konnte Apple nach dem Launch des iTunes Stores zahlreiche Plattenlabels für seine Plattform gewinnen. Apple-Manager Eddy Cue sagte nun, dass der iTunes Store ursprünglich ohne eine solche Beschränkung geplant war.

Plattenlabels drängten Apple zum Einsatz von DRM im iTunes Store

Apple steht in diesen Tagen in den USA vor Gericht. Die Anklage lautet, dass sich der Konzern mit seinem geschlossenen System für iPod und iTunes wettbewerbswidrig verhalten habe. Nutzer konnten auf dem iPod nur Songs abspielen, die sie im iTunes Store gekauft haben oder auf CD besaßen. Lieder aus anderen digitalen Musik-Stores konnten nicht wiedergegeben werden.

Im Rahmen dieses Prozesses sagte unter anderem Eddy Cue, Apples Vice President für Software und Services, aus. In seinen Schilderungen äußerte er sich umfassend über Apples Digital Rights Management System FairPlay (via The Verge). Demnach wollte Apple zunächst gar kein DRM in seinen iTunes Store einbauen. Ein solches System war aber seitens der Musiklabels Voraussetzung, damit diese ihre Songs zur Verfügung stellen.

Daraufhin entwickelte man mit FairPlay ein eigenes System. Ursprünglich wollte man auch anderen Unternehmen erlauben, FairPlay zu benutzen. Doch laut Cues Aussagen hat Apple keinen Weg gefunden, das System sicher und stabil für andere Plattformen zum Laufen zu bringen.

Die Sicherheit des iTunes Stores hatte außerdem höchste Priorität aufgrund der scharfen Vorgaben der Musik-Unternehmen: „Wenn es einen Hack gab, mussten wir das Problem in einer bestimmten Zeit beheben. Andererseits konnten die Labels ihre komplette Musik aus dem iTunes Store zurückziehen. Wir mussten alles stehen und liegen lasen und an diesen Hacks arbeiten“, rechtfertigte Cue den Einsatz von FairPlay.

Heutzutage kommt FairPlay bei Liedern im iTunes Store nicht mehr zum Einsatz. Seit Anfang 2009 sind die Songs kopierschutzfrei.

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