Polizei verzweifelt am iPhone und braucht Hilfe aus Cupertino

Julien Bremer 12

Die Sicherheit von Apples Geräten wird manchmal auch der Polizei zum Verhängnis. Der Mordfall von Oscar Pristorius, der seine damalige Frau Reeva Steenkamp erschossen hat, sorgte im Herbst 2012 für großes Aufsehen. Die Polizei scheiterte allerdings daran, für die Beweisaufnahme sein iPhone zu entsperren.

Polizei verzweifelt am iPhone und braucht Hilfe aus Cupertino

Es ist schon eine verrückte Geschichte. Der südafrikanische Sprinter Oscar Pristorius hat im Herbst 2012 seine Frau Reeva Steenkamp erschossen. Er selbst gab die Tat zu, beteuert aber immer wieder, sie nicht mutwillig begangen zu haben und erklärt, dass es ein Versehen war. Er dachte, die Person, auf die er schoss, wäre ein Einbrecher und nicht seine Frau. Die Staatsanwaltschaft hingegen vermutet, dass der Tat ein Streit zwischen den beiden vorausgegangen ist und sie bewusst begangen wurde.

Zur Beweisaufnahme versuchten die Polizisten über Monate, Zugriff auf das iPhone von Pristorius zu bekommen – vergebens. Sie wollen seine SMS- und WhatsApp-Nachrichten nachvollziehen und erhoffen sich dadurch neue Erkenntnisse. Wie die International Business Times berichtet, haben sich gleich drei Polizisten von Südafrika auf den Weg nach Cupertino gemacht, damit das iPhone dort von Apple-Mitarbeitern entsperrt wird. Die Staatsanwaltschaft hofft somit auf weitere Informationen vor dem Prozessbeginn am Montag. Als sie Pristorius nach seinem Entsperr-Code fragte, gab dieser nur an, sich nicht mehr an ihn zu erinnern.

Auf ein zweites Telefon, was in Pristorius‘ Villa gefunden wurde, konnten die Beamten zugreifen. Sie kamen dadurch zu Erkenntnis, dass sich Pristorius kurz vor der Tat pornografisches Material angeschaut habe. Auch seine Frau soll zu dem Zeitpunkt bereits im Haus gewesen sein. Das bekräftigt die Theorie der Staatsanwaltschaft, dass vor der Tat ein Streit vorausgegangen ist.

Der Vorfall spricht für die Sicherheit von Apples Produkten und dass es selbst Polizisten nicht möglich ist, mit diversen Tricks Zugriff auf das Gerät zu bekommen. Mit dem Touch ID Sensor beim iPhone 5S hätten sich die Beamten die Mühen sicherlich sparen können.

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