San-Bernardino-iPhone 5c: FBI findet Daten bereits hilfreich

Florian Matthey 3

Das FBI hat weiterhin keine wichtigen Daten auf dem iPhone des San-Bernardino-Attentäters gefunden. Allerdings ist für die Behörden auch das hilfreich, was sie nicht finden: Die Daten bestätigen, dass der Täter mit keinen weiteren Komplizen kommunizierte.

Das FBI hat die Daten des iPhone 5c von Syed Farook, der zusammen mit seiner Frau im Dezember 2015 den Terroranschlag im kalifornischen San Bernardino verübte, mutmaßlich mit Hilfe von Hackern ausgelesen – nachdem sich Apple medienwirksam weigerte, die Datenschutzmechanismen des Betriebssystems für die Behörden zu deaktivieren. Seitdem stellt sich die Frage, ob sich die Aufregung eigentlich gelohnt hat; vor allem also, ob sich auf dem Gerät wichtige Details über mögliche Kontakte des Attentäters befinden.

Bisher hat die Auswertung noch keine wichtigen neuen Erkenntnisse gebracht. Allerdings hat sich das Auslesen der Daten für die Behörde dennoch schon jetzt gelohnt, wie CNN berichtet: Vor allem konnte das FBI so bestätigen, dass Farook nach dem Anschlag nicht mit anderen Personen, die mutmaßlich Komplizen gewesen sein könnten, kommuniziert hat. Hier klaffte in den Ermittlungen bisher noch eine 18-minütige „Lücke“ kurz nach dem Attentat.

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Apple hatte sich geweigert, mit dem FBI bezüglich der verschlüsselt auf dem iPhone gespeicherten Daten zu kooperieren, da das Unternehmen glaubt, dass Modifikationen des Betriebssystems zu Lasten des Datenschutzes aller Kunden gehen könnte – wenn Apple erst einmal eine „Hintertür“ erschaffen habe, könnten auch Hacker Wissen über diese Methode erlangen und sie ausnutzen. Der Streit „erledigte“ sich letztendlich dadurch, dass das FBI von anderer Seite Kenntnis einer Zugriffsmethode erlangte. Diese scheint allerdings nur mit älteren iPhones ohne 64-Bit-Prozessor zu funktionieren, so dass der Streit zwischen Apple und den Behörden in naher Zukunft wieder aufflammen könnte.

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