San-Bernardino-iPhone: FBI soll Hilfe professioneller Hacker erhalten haben

Holger Eilhard 1

Die Berichte um das Vorgehen des FBI im Falle des gesperrten iPhone 5c des Attentäters aus San Bernardino reißen nicht ab. Neue Meldungen besagen, dass das FBI mit Hilfe „professioneller Hacker“ Zugang zu dem iPhone erlangt hat.

San-Bernardino-iPhone: FBI soll Hilfe professioneller Hacker erhalten haben

Laut der Washington Post soll demnach nicht, wie zunächst berichtet, die israelische Firma Cellebrite eine Lösung bereitgestellt haben. Vielmehr haben nicht näher genannte Forscher dem FBI mit Hilfe mindestens einer bislang unbekannten Sicherheitslücke Zugriff auf das iPhone verschafft.

Mit diesen Informationen konnte man eine Hardwarelösung entwickeln, um die vierstellige PIN zu knacken ohne die automatische Löschfunktion von iOS auszulösen.

Laut der Washington Post soll die Gruppe vom FBI eine einmalige Zahlung für diese Informationen erhalten haben. Mindestens einer der beteiligten Hacker wird von der Washington Post als „Grey Hat“ bezeichnet.

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Widersprüchliche Informationen

Zuvor wurde noch berichtet, dass das FBI mit dem israelischen Unternehmen Cellebrite zusammengearbeitet habe, um eine Lösung zu entwickeln.

Die nun veröffentlichten Informationen der Washington Post wurden bereits von einigen Sicherheitsexperten kritisch beäugt. So sagte Jonathan Zdziarski auf Twitter, dass die neuen Berichte den vorherigen Aussagen des FBI-Chefs James Comey widersprechen.

Veröffentlichung der Sicherheitslücken

Ob und wann das FBI die genutzten Sicherheitslücken, die angeblich nur auf das iPhone 5c anwendbar sind, mit Apple teilen muss, wird nun vermutlich eine Kommission des Weißen Hauses entscheiden müssen. Bis eine Entscheidung getroffen wird, kann es aber noch einige Wochen dauern.

Das FBI sträubt sich gegen eine derartige Veröffentlichung. So sagte Comey in der vergangenen Woche, dass Apple die Lücken „schließen werde und man dann wieder am Anfang stehe“. Am Montag sagte er weiter, dass man dennoch derzeit überlege, Apple über die genutzten Sicherheitslücken zu informieren.

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