Sauberes Aluminium für MacBook, iPhone und iPad: Apple investiert in revolutionäre Methode

Florian Matthey

Apple hat es mittlerweile geschafft, zu 100 Prozent auf erneuerbare Energien zu setzen – zumindest, wenn es um den eigenen Stromverbrauch geht. Bei Zulieferern wird aber noch viel CO2 produziert. Bei der Aluminiumgewinnung soll eine neue Methode das jetzt ändern.

Sauberes Aluminium für MacBook, iPhone und iPad: Apple investiert in revolutionäre Methode
Bildquelle: GIGA.

Apple und kanadische Regierung investieren in „sauberes Aluminium“

Das Aluminium für die Gehäuse von iPhones, iPads und Macs könnten bald ohne Produktion des Treibhausgases CO2 gewonnen werden. Apple hat zusammen mit der Regierung Kanadas und der Regierung der kanadischen Provinz Québec 144 Millionen Dollar (gemeint sind in der Apple-Pressemitteilung wohl US-Dollar) in ein Joint Venture zweier Minenbetreiber investiert, das schon in wenigen Jahren eine „saubere“ Aluminiumproduktion ermöglichen soll. Das Joint Venture „Elysis“ hat bereits die erste Charge des „sauberen“ Aluminiums hergestellt, die Apple stolz mit einem Bild präsentiert.

Aluminiumgewinnung bisher mit hohen CO2-Emissionen

Bisher kommt bei der Gewinnung von Aluminium noch eine Methode unter Verwendung von Graphit zum Einsatz, bei der Graphit letztendlich verbrennt – wodurch Kohlenstoffdioxid, also CO2, und Kohlenstoffmonoxid entsteht. Die neue, vom Joint-Venture-Mitglied Alcoa entwickelte Methode verwendet ein neues leitfähiges Material, bei dessen Verwendung für Aluminiumgewinnung statt CO2 Sauerstoff entsteht.

Apple hat das Joint Venture nicht nur mit Geld versorgt, sondern auch aktiv an dessen Entstehung mitgewirkt. Schon 2015 haben sich Apple-Ingenieure mit Vertretern von Unternehmen, Laboren und Startups getroffen, um Ideen für die saubere Gewinnung von Aluminium zu sammeln und zu überlegen, welche Methode die Förderung durch Apple erhalten sollte. Letztendlich hat Alcoa den Zuschlag bekommen; zweites Mitglied des Joint Venture ist Rio Tinto Aluminium.

Sauberes Aluminium: Industrielle Produktion soll bis 2024 beginnen

Das Ziel ist es jetzt, die Methode bis 2024 industriell anwenden zu können. In einigen Jahren könnte Apple seine indirekten CO2-Emissionen also deutlich senken. Auch wenn Aluminium beim iPhone aktuell eine geringere Rolle spielt als bisher – das iPhone 8 hat nur noch einen Aluminium-Rahmen, ansonsten besteht das Gerät aus Glas; das iPhone X hat wiederum ein Edelstahl-/Glas-Gehäuse –, wird es zumindest für Macs und iPads sicherlich ein wichtiges Material bleiben.

Bild und Quelle: Apple via Mobile Syrup

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