Schwache iPhone-Verkaufszahlen: Apple holt sich Hilfe von unerwarteter Stelle

Holger Eilhard 5

Mit der Ankündigung der jüngsten Quartalszahlen wurde klar, dass auch für Apple irgendwann die aktuellen Märkte gesättigt sind – auch wenn die Einnahmen weiter steigen. In Cupertino hat man sich daher nach Hilfe für die Erschließung neuer Regionen umgesehen; fündig wurde man an einer überraschenden Stelle.

Schwache iPhone-Verkaufszahlen: Apple holt sich Hilfe von unerwarteter Stelle
Bildquelle: GIGA.

Apples iPhone-Zukunft: Auf der Suche nach neuem Wachstum

Bis dato liegen USA, China und Europa Kopf an Kopf, wenn es um die Verkaufszahlen von Apples Smartphone und sonstigen Produkten geht. Nachdem man bereits seit einiger Zeit versucht, in Indien einen weiteren wichtigen Wachstumsmarkt zu erschließen, hat sich das Management-Team aus Kalifornien nun offenbar überraschend bei der Konkurrenz bedient.

Um in dem Land mit 1,2 Milliarden Einwohnern Fuß fassen zu können, soll Apple dazu den derzeitigen Chief Customer Operations Officer Ashish Chowdhary von Nokia abgeworben haben. Dieser soll bis Ende des Jahres noch bei Nokia Networks tätig sein, bevor er laut dem Unternehmen eine neue „Führungsposition bei einer anderen Firma“ antreten wird.

In Indien ist das iPhone XS kaum relevant, dabei macht das Apple-Smartphone in unserem Test-Fazit eine gute Figur: 

iPhone XS im Test: So gut ist Apples Top-Smartphone.

Neue Führungsposition soll Apples Marktanteil ankurbeln

Chowdhary arbeitet seit 15 Jahren bei Nokia und war dort unter anderem für Sales und Operations zuständig. Seit 25 Jahren ist er in der Telekommunikationsbranche tätig. Er gilt als Experte für den Markt in Indien, in dem Apple bereits seit langer Zeit stärker mitmischen will. Bei Apple soll er nun angeblich ab dem kommenden Jahr das operative Geschäft in Indien leiten.

Insgesamt soll der rasant wachsende Markt dort fast 450 Millionen Nutzer umfassen. Im vergangenen Jahr konnte Apple aber nur 3,2 Millionen Geräte in Indien verkaufen; der dortige Marktanteil ist mit nur 2 Prozent entsprechend gering.

Apple-CEO Tim Cook ist überzeugt davon, dass man in der wachsenden Mittelschicht viele neue Käufer finden kann. Dies würde unter anderem den weltweiten iPhone-Verkaufszahlen gut tun, die im vergangenen Quartal nur geringfügig wachsen konnten. Das ist auch ein Grund, warum Apple diese Metrik nicht länger öffentlich kommunizieren will.

Für Apple geht es aber nicht nur um den Verkauf des iPhone, sondern auch um die Fertigung der Geräte. So produziert Apples Partner Wistron dort etwa aktuell das iPhone 6s. Apple ist daher in Gesprächen mit der Regierung, um sich etwa Steuervorteile zu sichern.

Quelle: Economic Times via phoneArena.com

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