Selfie-Unlock: Apple-Patent weist auf zukünftige Entsperrmethode hin

Ansgar Warner

Wird man zukünftig schnell ein Selfie schießen, um das iPhone zu entsperren, vielleicht in Kombination mit Touch-ID? Ein neue erteiltes Apple-Patent weist darauf hin, dass man in Cupertino weiter am Problem „Face Unlock“ arbeitet.

Face Unlock ist eine spannende Idee, mindestens genauso spannend wie Touch-ID, also das Scannen von Fingerabdrücken, und in der Praxis auch ähnlich problematisch. Alleine schon, weil sich auch dieses bildgestützte Verfahren zur Identifikation von Nutzern sehr leicht umgehen lässt (nämlich mit einem Foto). Trotzdem will auch Apple nicht auf solche Features verzichten, und lässt eifrig entsprechende Verfahren via Patentamt schützen.

„Niedrigschwellie Gesichtserkennung“

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Ein gerade erteiltes Patent dreht sich etwa um die „niedrigschwellige Gesichtserkennung“, mit der man den Einfluss von „Lichtverhältnissen und biometrischen Verzerrungen“ reduzieren möchte, zugleich aber auch den Bedarf an Rechenpower. Sie soll sich laut Patentschrift speziell für „mit Kamera ausgerüstete tragbare Geräte“ eignen, worunter man natürlich zunächst einmal aktuelle und zukünftige iPhone- und iPad-Modelle verstehen darf.

Wie Cult of Mac schreibt, könnte man damit nicht nur die mit Gesichtserkennung arbeitenden Funktionen bestehender Apps wie etwa Photo Booth verbessern, sondern auch den Fingerabdruck-Scan via Touch ID ergänzen oder ersetzen. In Zukunft könnte also zum Beispiel eine Kombination aus Gesichts- und Daumen-Selfie genutzt werden, um sich als rechtmäßiger iPhone-Nutzer zu authentifizieren.

Beschränkung auf Gesichts-Ausschnitt

Die Patentschrift beschreibt das Verfahren so: „Die Methoden umfassen die Verarbeitung eines aufgenommenen Portrait-Fotos des Nutzers, der auf eine bestimmte Ressource zugreifen möchte, indem ein Ausschnitt des Fotos mit einem Referenzmodell verglichen wird. Das Referenzmodell entspricht einem Bereich des Gesichtes, das besonders viele Informationen enthält.“

In der Android-Welt gibt es das „Face Unlock“ bereits seit längerem. Da es sich nicht nur als leicht austricksbar, sondern auch als sehr störanfällig erwiesen hat, wird es bisher aber nur von wenigen Anwendern tatsächlich verwendet.

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