Shopping mit Tim Cook: Apple sollte sich Nintendo kaufen – oder doch lieber Sony Pictures?

Stefan Bubeck 7

Tesla, Sonos oder Disney? – Welches Unternehmen sollte Apple nach Beats und Shazam als nächstes kaufen? Der Wirtschaftsjournalist Tae Kim schlägt den japanischen Spielehersteller Nintendo als Übernahmekandidaten vor, das Magazin Variety glaubt hingegen eher an Sony Pictures.

Shopping mit Tim Cook: Apple sollte sich Nintendo kaufen – oder doch lieber Sony Pictures?
Bildquelle: Künstlerische Collage von GIGA; Fotos: Getty Images / Stephen Lam.

Wenn man den aktuellen Warnungen der Analysten Glauben schenkt, dann ist das iPhone-Geschäft auch nicht mehr, was es einmal war. Von allen Seiten mehren sich (mal wieder) die Stimmen, die fordern, dass sich der IT-Koloss Apple breiter aufstellen muss: Weg vom Smartphone-Business, hin zu anderen Dingen, mit denen sich auch ordentlich verdienen lässt. Das könnten (selbstfahrende) Autos sein, aber auch Filme oder Virtual Reality. Dank gigantischer Geldreserven ist Apple in der Lage, sich ein passendes Unternehmen an der Börse aussuchen und sich dessen Knowhow und Lizenzen kurzerhand per Übernahme einverleiben, so wie das 2014 mit der Kopfhörermarke Beats geschehen ist. Wer ist also 2019 dran?

Nintendo ist Apples „asiatischer Zwilling“

Der Barrons-Redakteur Tae Kim (ehemals bei CNBC) ist sich sicher: Apple und Nintendo – die passen perfekt zusammen. Nintendo sei gewissermaßen der „asiatische Zwilling“ von Apple, beide Unternehmen hätten „Berge von Bargeld, sprudelnde Gewinne, heißgeliebte Marken, treue Kunden und attraktive Ökosysteme aus Software und Dienstleistungen“.

Der kalifornische iPhone-Konzern hätte jetzt die Chance, sich am wachsenden Gaming-Markt (ca. 9 Prozent Wachtum pro Jahr) zu beteiligen, indem er den „qualititiv besten Spielehersteller der Welt“ zu einem „vernünftigen Preis“ kaufe. Zur Orientierung: Nintendos Marktkapitalisierung liegt aktuell bei rund 35 Milliarden Euro.

Spielen wir dann bald Super Mario Odyssey und Zelda: Breath of the Wild auf dem iPad? Tae Kim glaubt, das könnte die Nachfrage nach Apple-Hardware steigern und hätte positive Effekte auf die Kundenzufriedenheit. Apple solle von Microsofts Erfolg lernen, immerhin habe das Unternehmen seit seinem Einstieg in die (Konsolen-)Spielewelt ein profitables Geschäft rund um die Marke XBox aufgebaut.

Eine mögliche Übernahme von Nintendo durch Apple war schon vor acht Jahren ein Thema. Damals meinte der Berater Asif Khan, dass beide Firmen zusammen „eine Macht“ sein könnten. Sogar der Apple-Mitgründer Steve Jobs sei zu Lebzeiten zumindest einer „strategischen Partnerschaft“ offen gegenüber gestanden.

Nun, immerhin haben wir heute Super Mario Run.

Apples nächste Übernahme: Wohin mit dem vielen Geld?

Was Tae Kim leider nicht beleuchtet, das sind die Risiken einer solchen Übernahme. Das als starrköpfiges traditionelles Unternehmen bekannte Nintendo könnte in einer Zukunft als Apple-Tochterunternehmen sein goldenes Händchen womöglich verlieren, weil dieses die jetzige Unabhängigkeit voraussetzt.

Das Magazin Variety hat einen ganz anderen Vorschlag: 2019 könnte das Jahr werden, in dem sich Apple das Medienunternehmen Sony Pictures Entertainment („Men in Black“, „Breaking Bad“, „Spiderman“ etc.) kaufen werde. So ein Filmstudio sei für den Silicon-Valley-Riesen schließlich gerademal so gewichtig „wie ein Rundungsfehler“.

Welches Unternehmen sollte sich Apple 2019 kaufen? Hier könnt ihr abstimmen (Ergebnis nach der Stimmabgabe):

Der Journalist Tae Kim plädierte kürzlich dafür, Apple solle das japanische Unternehmen Nintendo kaufen. Aber wäre das wirklich eine gute Idee? Gib hier deine Stimme ab.

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