Smartphone-Markt: Apple verkauft mehr iPhones – trotz Galaxy S9

Holger Eilhard 10

Nachdem Apple erst vor einigen Tagen Klarheit über die Verkaufszahlen des iPhone X geschafft hat, folgen heute weitere positive Nachrichten für den Smartphone-Hersteller aus Cupertino.

Smartphone-Markt: Apple verkauft mehr iPhones – trotz Galaxy S9
Bildquelle: GIGA.

Weltweiter Smartphone-Markt: Samsung vor Apple, aber mit sinkendem Anteil

Mit den gestiegenen iPhone-Verkäufen von nun 52,2 Millionen iPhones im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zeigte sich Apple bei der Bekanntgabe der Quartalszahlen erfolgreich. Pünktlich zu dieser Veröffentlichung folgen nun die Angaben diverser Marktforschungsunternehmen, darunter IDC und Strategy Analytics, die sich den weltweiten Smartphone-Markt näher angesehen haben.

Wie IDC berichtet, wurden im vergangenen Quartal insgesamt 344,4 Millionen Smartphones ausgeliefert. Dies entspricht einem Minus von 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Als Hauptgrund werden die schleppenden Verkäufe in China genannt, die erstmals seit 2013 unter 100 Millionen ausgelieferte Geräte in einem Quartal gefallen waren. Zwar sind Smartphones auch im Fernen Osten weiterhin beliebt, die Zahl der neuen Smartphone-Besitzer, welche von einem normalen Handy upgraden, sinkt jedoch. Gleichzeitig sollen die weiter steigenden Preise der High-End-Smartphones viele Nutzer vor einem Upgrade abschrecken.

Spitzenreiter war im ersten Quartal wieder Samsung mit einem Marktanteil von 23,4 Prozent mit 78,2 Millionen ausgelieferten Geräten. Im Vergleich zum Vorjahresquartal verloren die Südkoreaner jedoch 2,4 Prozent. Das Galaxy S9 und Galaxy S9 Plus konnten aufgrund der späten Vorstellung im vergangenen Quartal den Negativtrend nur eingeschränkt bremsen. Erst im zweiten Quartal wird sich zeigen, wie beliebt die neuen Samsung-Flaggschiffe wirklich sind. Zu beachten ist hierbei jedoch, dass das Galaxy S8 im Vorjahr nicht im ersten Quartal sondern erst im April vorgestellt wurde. Ein direkter Vergleich des ersten Quartals 2017 und 2018 ist daher schwierig.

Gleichzeitig kann man sich bei Apple über ein Plus von 2,8 Prozent freuen — auch wenn man nach dem Weihnachtsquartal nicht länger auf dem Spitzenplatz liegt. Im vergangenen Quartal wurden 52,2 Millionen Geräte ausgeliefert, im Vorjahr waren es noch 50,8 Millionen. Dass das iPhone X einen großen Anteil daran hat, zeigt der deutlich gewachsene Durchschnittspreis, der von 655 auf nun 728 US-Dollar kletterte.

Das iPhone X, hier unser Test, verkauft sich trotz aller anders lautender Berichte weiterhin besser als die anderen verfügbaren iPhones.

iPhone X im Test.

Huawei mit steigenden Absätzen in Deutschland

Über ein deutliches Wachstum dürfen sich Huawei und Xiaomi freuen. Mit 39,3 beziehungsweise 28 Millionen ausgelieferten Smartphones reihen sich die beiden Unternehmen auf dem dritten und vierten Platz ein. Huaweis Wachstum im Vergleich zum Vorjahr lag bei 13,8 Prozent, bei Xiaomi waren es sogar 87,8 Prozent. Huawei soll laut IDC außerhalb Chinas insbesondere in Deutschland, Spanien und Italien eine steigende Verbreitung finden. Für Xiaomi soll das Wachstum hingegen in Indien gelegen haben.

Auf dem fünften Platz reiht sich Oppo ein. Der chinesische Hersteller hatte es jedoch schwer im vergangenen Quartal und sah einen Rückgang um 7,5 Prozent auf 23,9 Millionen ausgelieferte Smartphones im ersten Quartal 2018. Als Hauptgrund hierfür wird der schwächelnde Markt in China genannt.

Quellen: IDC, Strategy Analytics

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