Smartwatch zu schnell ausgemustert? Diese 18.000-Euro-Apple-Watch ist Geschichte

Johann Philipp 14

Neue Workout-Funktionen, Walkie-Talkie und Podcasts: All das kann man auf der allerersten Apple Watch nicht nutzen, denn sie wird das neue Betriebssystem watchOS 5 nicht erhalten. Wer 18.000 Euro für ein Edition-Modell ausgab, steht nach nur drei Jahren vor einem Problem.

Smartwatch zu schnell ausgemustert? Diese 18.000-Euro-Apple-Watch ist Geschichte
Bildquelle: GIGA.

Erste Apple Watch bekommt keine Updates mehr

Besitzer der allerersten Apple Watch müssen auf watchOS 5 verzichten. Neben den Ankündigungen zu den Neuheiten des Betriebssystems war das eher eine Randnotiz. Doch mit diesem Schritt stellt Apple die Uhr aufs Abstellgleis. Wir erinnern uns: Die erste Generation gab es auch als Editions-Modell mit Gehäuse aus 18-Karat-Gold für 18.000 Euro.

Bei jedem technischen Gerät ist irgendwann Schluss. Der Hersteller entscheidet, dass neue Software nicht mehr unterstützt wird. Apple ist bei der Auslese sogar noch besonders großzügig: Das fünf Jahre alte iPhone 5s wird das neue Betriebssystem iOS 12 noch bekommen. Ein MacBook Pro von 2010 ist fit für die neueste Version macOS Mojave. Bei der Apple Watch sieht das anders aus: Die erst drei Jahre alte erste Generation wird jetzt schon ausgemustert. Zu früh?

Der teuren Gold-Edition ging es schon nach einem Jahr an den Kragen: Sie wurde nicht mehr verkauft. Der Angriff auf Luxusuhren von Marken wie Rolex entpuppte sich als Flop. Wie viele Modelle Apple überhaupt davon absetzen konnte, ist bis heute nicht bekannt. Zum Start sah man das 18.000-Euro-Modell vor allem an den Handgelenken von Persönlichkeiten wie Karl Lagerfeld und Beyoncé. Sie bekamen das Modell von Apple mit einem individuellen Armband ausgehändigt.

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Apple Watch Series 4: 6 Wünsche an Apples nächste Smartwatch.

Apple Watch: Die Gold-Version wird zum Sammlerstück

Technisch war die erste Generation vom ersten Tag an überholt, langsam und schwach. Die Entwickler von Apps freuen sich darüber, dass sie nun nicht mehr unterstützt wird, weil das Programmieren für sie eher beschwerlich war. Mit den neueren Modellen sei so viel mehr möglich, meint der Entwickler David Smith in seinem Podcast. Der folgliche Entschluss von Apple: Gerade einmal drei Jahre nach dem Start ist für die originale Apple Watch Schluss mit Updates.

Da stellt sich nur die Frage: Fällt das den Käufern überhaupt auf? Die Uhr wird weiter bestens funktionieren, genauso die Zeit anzeigen und Benachrichtigungen vom iPhone einblenden – eben nur mit watchOS 4. Ist es trotzdem zu früh? Im Vergleich zum iPhone und Mac sicherlich, das erste iPad wurde allerdings auch nur drei Jahre mit neuer Software ausgestattet. Neu ist dieser Schritt also nicht.

Was wir von der aktuellen Apple Watch Series 3 halten, seht ihr im Video.

Apple Watch Series 3.

Für alle Besitzer der Gold-Uhr ist sie damit dennoch vom Statussymbol zum Sammlerobjekt geworden, aber wer weiß: Vielleicht wird es in ein paar Jahrzehnten eine Auktion mit der ersten Apple Watch geben. Die ersten Computer und das erste Smartphone von Apple sind schließlich zu wahren Goldgruben geworden. Warum nicht auch die erste Uhr? In den Ruin treiben wird es die Käufer sicher nicht.

Quelle: 9to5mac

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