Store-Mitarbeiter verlieren in Klage gegen Apple wegen unbezahlter Taschenüberprüfung

Florian Matthey 7

Wenn Apple-Store-Mitarbeiter den Store verlassen, überprüft ein Kollege ihre Taschen. Für die Zeit des Taschen-Checks erhalten Mitarbeiter in den USA aber kein Geld. Einige klagten gegen diese Regelung – doch das Gericht gab ihnen nicht Recht.

Store-Mitarbeiter verlieren in Klage gegen Apple wegen unbezahlter Taschenüberprüfung

Apple Stores sind beliebte Ziele für Diebe – und auch unter den Mitarbeitern kann es „schwarze Schafe“ geben, wie kürzlich ein Fall auf New York zeigte. Aufgrund dessen lässt Apple alle Mitarbeiter überprüfen, wenn sie mit ihrer Tasche den Store verlassen – also zur Mittagspause oder zum Feierabend.

Die Zeit, die für den Taschen-Check selbst und das Warten auf den Check in Anspruch genommen wird, zählt bei den Mitarbeitern allerdings nicht als Arbeitszeit, so dass mit der Zeit eine nicht unerhebliche Summe an unerlaubter Arbeit zustande kommt. Aufgrund dessen klagten einige Mitarbeiter gegen Apple; der Sammelklage schlossen sich letztendlich insgesamt 12.400 aktuelle und ehemalige Mitarbeiter aus 52 Stores in den USA an. Schätzungen zufolge hätte Apple insgesamt bis zu 60 Millionen US-Dollar plus Strafschadensersatz nachzahlen müssen.

Das mit dem Fall beschäftigte US-Bundesgericht gab den Klägern aber nicht Recht: Die Mitarbeiter hätten den zusätzlichen Zeitaufwand selbst vermeiden können, indem sie beispielsweise nicht mit Taschen in den Store kommen. Apple muss die geforderte Summe also nicht zahlen – wobei ein Anwalt der Klägerseite bereits ankündigte, die Möglichkeiten von Rechtsmitteln zu prüfen. Letztendlich entschied das Gericht ohnehin nur noch über Stores in Kalifornien, da ein Anspruch nach US-Bundesrecht nicht in Frage gekommen wäre.

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