„Trottel”: FBI-Experte beleidigt Apple

Holger Eilhard 4

Die Sicherheit des iPhone sorgte in der Vergangenheit immer wieder für ein Aufeinandertreffen der Behörden mit Apples Top-Managern. Nun beschwert sich ein FBI-Experte über die Qualität der Verschlüsselung – mit drastischen Worten. 

„Trottel”: FBI-Experte beleidigt Apple
Bildquelle: Das mittlerweile alte Apple-Hauptquartier in Cupertino - Bild: GIGA.

„Trottel“ und „Böse Genies“ machen die Arbeit des FBI schwieriger

Wie Motherboard berichtet, bezeichnete der FBI-Forensiker Stephen Flatley Apple im Rahmen der in New York stattfindenden International Conference on Cyber Security, kurz ICCS, als „Trottel“ und „Böse Genies“. Das Unternehmen aus Kalifornien mache die Nachforschungen von ihm und seinen Kollegen schwieriger.

Als Beispiel nannte er beispielsweise eine vor kurzem implementierte Maßnahme, welche das Erraten von Passwörtern deutlich langsamer macht. Die Geschwindigkeit ist laut dem Forensiker von „45 Passwörtern pro Sekunde auf ein Passwort in 18 Sekunden“ gesunken. „Deine Zeit, um ein Passwort zu knacken, ist nun von zwei Tagen auf zwei Monate gestiegen“, so Flatley.

Gleichzeitig stellte er die Frage, wann der Punkt erreicht ist, an dem es darum geht, die Arbeit der Polizei zu erschweren.

Auch das iPhone X inklusive iOS 11 dürfte die Arbeit der Behörden nicht erleichtern:

iPhone X im Test.

FBI vs. Apple: Ein langer Streit

In seinem Vortrag erwähnte Flatley wiederholt die gute Arbeit des israelischen Unternehmens Cellebrite, welches seine Lösungen an Behörden in der ganzen Welt verkauft. Das Unternehmen selbst wurde allerdings im vergangenen Jahr Opfer eines Hackers, der 900 GB an Kundendaten etc. bei den Sicherheitsexperten abgreifen konnte.

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Cellebrite soll unter anderem dabei geholfen haben, das iPhone 5c des Attentäters aus San Bernardino zu entschlüsseln. Dies war gleichzeitig auch der bislang prominenteste Fall bei dem sich das FBI und Apple aufgrund der eingesetzten Verschlüsselung gegenüber standen.

Apple weigerte sich damals dagegen, eine spezielle Version von iOS zu entwickeln, mit der die Sicherheitsfeatures ausgehebelt werden könnten. Ein Rechtsstreit konnte jedoch am Ende verhindert werden, nachdem das FBI das iPhone 5c anderweitig knacken konnte.

Quelle: Motherboard

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