US-Behörden wollen Apple zur Freigabe verschlüsselter iPhone-Daten verpflichten

Florian Matthey 12

Apples iMessage bietet vergleichsweise viel Sicherheit, auch andere Daten auf einem iOS-Gerät lassen sich verschlüsseln. Das US-Justizministerium will Apple nun jedoch zwingen, Daten für Strafverfolgung zugänglich zu machen.

US-Behörden wollen Apple zur Freigabe verschlüsselter iPhone-Daten verpflichten

Das US-Justizministerium möchte laut Ars Technica auf den „All Writs Act„, dessen Geschichte bis ins Jahr 1789 reicht, zurückgreifen. Das Gesetz erlaubt es US-Bundesgerichten, prinzipiell alle notwendigen Anordnungen zu treffen, um die Durchsetzung des Rechts zu ermöglichen.

In zwei Gerichtsverfahren vor US-Bundesgerichten in New York und Kalifornien habe die Behörde kürzlich dieses „scharfe Schwert“ der Strafverfolgung gezückt. In beiden Verfahren seien Daten auf einem iPhone verschlüsselt, so dass die Behörden nicht oder nicht ohne Weiteres auf sie zugreifen können. Das Ministerium möchte Apple dazu verpflichten, entsprechende Daten für Strafverfolgungsbehörden zugänglich zu machen.

Dass das Ministerium auf den All Writs Act zurückgreift, ist laut Ars Technica ein relativ ungewöhnlicher Vorgang. Das Gesetz erlaubt prinzipiell alle Anordnungen, die für die Rechtsdurchsetzung nötig sind; das Ganze findet aber wiederum Grenzen in anderen Gesetzen. Die Fälle zeigen jedoch in jedem Fall, dass US-Behörden auf zahlreichen Wegen versuchen, an Daten heranzukommen, die auf Smartphones gespeichert sind, und dass Smartphone-Hersteller bei ihrem Bestreben, die Daten ihrer Kunden zu sichern, auf Widerstand stoßen.

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