US-Senatorin wirft Apple unlauteren Wettbewerb vor – Spotify stimmt zu

Florian Matthey 7

Ist Apple ein böser Monopolist – so, wie es Microsoft in den 1990ern war? Die US-Senatorin Elizabeth Warren meint, dass Apple Konkurrenten durch unlautere Methoden ausschalten wolle. Spotify stimmt dem zu.

US-Senatorin wirft Apple unlauteren Wettbewerb vor – Spotify stimmt zu
Bildquelle: Elizabeth Warren.

Recode zitiert eine Rede der US-Senatorin Elizabeth Warren in Washington, in der die mögliche Vizepräsidentschafts-Kandidatin von Hillary Clinton sich kritisch zu dem Geschäftsverhalten einiger IT-Unternehmen in den USA äußert – unter anderem zu Apple.

Google, Apple und Amazon hätten tolle Technologien erschaffen, die die Welt verändert hätten, und „sie haben es sich verdient, sehr profitabel und erfolgreich zu sein“. Aber: „Die Möglichkeit, mit ihnen in Konkurrenzkampf zu treten, muss für neue Zugänge und kleinere Konkurrenten möglich bleiben, damit sie ihre Chance bekommen, die Welt noch einmal zu verändern.“

Als Beispiel nennt Warren Apples Geschäftsgebaren bezüglich Musik-Streaming: Das Unternehmen mache es für Konkurrenten schwierig, einen fairen Konkurrenzkampf mit Apple Music zu führen. In einer Stellungnahme gegenüber Recode stimmt dem Spotifys Pressechef Jonathan Prince zu.

Prince berichtet, dass Apple schon lange die Kontrolle über iOS nutze, „um Konkurrenten im Bereich Musik zu zerquetschen“. Apple verbiete es Spotify, seine Kunden über günstigere Abonnement-Preise zu informieren, „und gibt sich selbst unfaire Vorteile über seine Plattform hinweg, in allen Bereichen vom Lockscreen bis hin zu Siri“. Es sei falsch, dass Apple mit Spotify-Abonnements mehr verdiene als mit Apple-Music-Abonnements und das Geld dann noch nicht einmal der Musikindustrie zu gute komme.

Stein des Anstoßes ist, dass als In-App-Einkäufe in der iOS-App abgeschlossene Spotify-Abonnements mehr kosten, als reguläre Spotify-Abonnements: Bei In-App-Einkäufen behält Apple bekanntlich 30 Prozent des Umsatzes ein. Ein Spotify-Abonnement über die App kostet daher 12,99 Euro und nicht die regulären 9,99 Euro. Zwar lässt sich ein reguläres, über die Website abgeschlossenes 9,99-Euro-Spotify-Abonnement auch mit der iOS-App benutzen, allerdings darf Spotify diese Option aufgrund der App-Store-Regeln tatsächlich nicht in der App selbst bewerben.

Apple Music – Music needed a home . . . so we built it one.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

* Werbung