Die gestrige Wahl des US-amerikanischen Präsidenten dürfte auch immense Auswirkungen auf das Silicon Valley und die dort ansässigen Unternehmen haben. Das weiß nicht zuletzt auch Tim Cook, der sich in einem Memo an die Belegschaft wandte und zu Zusammenhalt anhielt.

 

Apple

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Vor einigen Monaten geriet Apple in die Schlagzeilen. Der Konzern legte sich mit dem FBI an und weigerte sich, auf Servern gespeicherte Daten von Straftätern anstandslos an die Bundesbehörde zu übergeben und eine dauerhafte Hintertür in die eigenen Systeme einzubauen. Das erweckte sogar die Aufmerksamkeit eines Donald Trump, der das Thema in seiner Wahlkampagne aufgriff und mit einer Drohung in Richtung Cupertino verknüpfte. Unter seiner Präsidentschaft werden Datenkonzerne zu bedingungsloser Kooperation angehalten. Außerdem implizierte er einen Zwang an US-Unternehmen, verstärkt im eigenen Land zu produzieren.

Insbesondere der letztgenannte Punkt ist zwar aus vielerlei Gründen nur bedingt umzusetzen, blieb aber eine zentrale Forderung des gestern gewählten US-Präsidenten. Das Motto lautet: America first! Im Gegensatz zu Hillary Clinton, die im Rahmen des Wahlkampfes diverse Gespräche mit Persönlichkeiten des Silicon Valley führte, ist Trump wohl nicht auf Kompromisse und Zusammenarbeit aus. Eine Einschränkung des Visa-Gesetzes soll es Unternehmen erschweren, Fachkräfte aus dem Ausland in die USA zu holen. Zudem möchte der neue Präsident offenbar in Übersee erworbene und hinterlegte Finanzmittel großer US-Konzerne gezielt besteuern.

„Wenn Du nicht fliegen kannst, renne. Wenn Du nicht rennen kannst, gehe. Wenn Du nicht gehen kannst, krabble. Aber was auch immer Du tust, Du musst weitermachen.“ – Tim Cook bemüht in seinem Memo auch dieses Zitat von Martin Luther King.

Nun hat natürlich jeder Mensch das Recht, eine eigene Meinung zu Trump zu haben. Das hält auch Tim Cook in einem Memo fest, das er gestern Abend an seine Mitarbeiter schickte, und verweist auf etwaige Meinungsverschiedenheiten innerhalb des Konzerns. Obgleich Trump regelmäßig durch rassistische, sexistische und respektlose Äußerungen auf sich aufmerksam machte, werde Apple weiterhin tolerant und weltoffen agieren. Er begrüßt zudem explizit die Vielfalt der eigenen Belegschaft, die sich über die ganze Welt verteilt. Es gilt Cook zufolge nun, zusammenzuhalten und ungeachtet des politischen Kurses weiterzumachen. Das darf wohl auch als allgemeiner Ratschlag für jedermann verstanden werden.

Quelle: Buzzfeed, Apple Insider

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