Volkswagen setzt komplett auf iPhones

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Innerhalb der Volkswagen AG werden viele Mitarbeiter ab sofort mit einem iPhone ausgestattet. Neben dem Automobilhersteller setzen auch andere große Unternehmen auf die Smartphones von Apple.

Die Volkswagen AG hat ein neues Standard-Firmenhandy: Es ist das iPhone. Das gab Apple-CEO Tim Cook im Anschluss an die Bekanntgabe der jüngsten Geschäftszahlen bekannt. Offenbar hat sich der Konzern in den letzten Wochen intensiv mit dem Automobilhersteller unterhalten und konnte schließlich einen der größten Automobilkonzerne weltweit von den hauseigenen Smartphones überzeugen. Deshalb stellt Volkswagen künftig ausgewählten Mitarbeitern ein iPhone als Diensthandy bereit.

Bei Neuanschaffungen wird zukünftig das Modell iPhone SE das Standardmodell sein. Bereits Mitte März zitierte die Wolfsburger Allgemeine den VW-Digitalchef Johann Jungwirth: „Mit Apple iPhone und iOS setzen wir auf das beste verfügbare Smartphone Ökosystem, mit der einfachsten Bedienung und den richtigen Lösungen für unsere Kolleginnen und Kollegen. Auf dieser Basis entwickeln wir jetzt innovative Mitarbeiter-Apps.“

Nicht nur firmenintern, sondern auch in den Fahrzeugen setzt Volkswagen auf die iPhones. Durch die Unterstützung von Apple CarPlay sind VW-Modelle wie Golf, Polo, Passat und Co. in der Lage, das Smartphone über das Radio oder via Freisprecheinrichtung zu steuern. Neben CarPlay unterstützen die Fahrzeuge allerdings auch Android Auto und MirrorLink.

iPhone SE im Test.

Enterprise wird für Apple immer wichtiger

Durch ein verstärktes Engagement im Enterprise-Bereich (Firmenkunden) hat sich der Hersteller in den letzten Monaten mehr Unternehmen und folglich mehr Umsatz sichern können. Vor allem diverse Partnerschaften mit IBM, SAP und Cisco haben Apple sehr geholfen, die Verbreitung von iOS innerhalb von Konzernen voranzutreiben. Laut eigenen Angaben des iPhone-Herstellers setzen 99 Prozent der 500 größten Unternehmen aus den USA auf iOS. Apple tritt damit in gewisser Weise in die Fußstapfen des einstigen Platzhirschen BlackBerry beziehungsweise Reasearch In Motion.

Zuletzt hat Apple vor zwei Jahren angegeben, dass man 25 Milliarden Dollar pro Jahr im Enterprise-Sektor verdiene. Diese Summe wird Apple mittlerweile vermutlich überbieten, denn im vergangenen Quartal wurde ein Rekordumsatz erzielt, so der Konzern aus Cupertino. Konkrete Zahlen werden allerdings nicht genannt.

Neben den iOS-Geräten geht es auch hinsichtlich der Mac-Anteile in Firmen aufwärts. Einer Umfrage zufolge wurden im vergangenen Jahr in 74 Prozent der befragten Unternehmen die Anteile an Macs erhöht. Als Grund dafür geben viele an, dass die Macs leichter einzusetzen seien als PCs mit Windows.

Quellen: heise, Wolfsburger Allgemeine

Thomas Lumesberger
Thomas Lumesberger, GIGA-Experte.

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