In der vergangenen Woche hat Apple seine Richtlinien für den Umgang mit Anfragen von US-Strafbehörden veröffentlicht. Eine Datenschutzorganisation in den USA lobte das Unternehmen für diesen Schritt. In einem Bericht bekam der Konzern ganze sechs von sechs Sternen.

Einmal im Jahr veröffentlicht die Institution Electronic Frontier Foundation (EFF) den „Who hast your Back“-Bericht. Darin werden die IT-Unternehmen und ihre Bemühungen im Umgang mit dem Datenschutz gegenüber Behörden bewertet.

Folgende Kategorien spielen in der Evaluierung eine Rolle: Das Unternehmen…

  1. verlangt richterliche Anordnung für Informationen,
  2. informiert Nutzer über Regierungsanfragen,
  3. veröffentlicht Transparenzberichte,
  4. veröffentlicht Richtlinien zur Rechtsdurchsetzung,
  5. engagiert sich für Datenschutzrechte der Nutzer vor Gericht,
  6. engagiert sich für Datenschutzrechte der Nutzer im Kongress.

Nachdem Apple in den vergangenen Jahren immer nur einen Stern für Punkt sechs bekommen hat, konnte das Unternehmen aus Cupertino erstmals alle sechs Sterne einheimsen. Die neue Richtlinie hat sich aus Sicht der EFF sehr positiv auf Apples Bewertung ausgewirkt.

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Die „volle Punktzahl“ erreichten auch weiteren Unternehmen wie Dropbox, Facebook, Google, Microsoft, Twitter und Yahoo. Deutlich schlechter schnitten Firmen wie Adobe mit drei Punkten oder Amazon, mit nur zwei Punkten ab.

Wohlgemerkt untersucht die EFF nur die Datenschutzrichtlinien im Umgang mit staatlichen Stellen. Über den Schutz der Nutzerdaten an potenzielle Werbepartner sagt der Bericht herzlich wenig aus.

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Quelle: eff.org via macrumors