Warum zahlt Google fast 10 Milliarden Dollar an Apple?

Holger Eilhard 1

Auch wenn sich das Geschäftsmodell des iPhone-Herstellers vom Suchmaschinengiganten teilweise deutlich unterscheidet, müssen beide Unternehmen auch im Jahr 2019 eng miteinander zusammenarbeiten. Dies bedeutet, dass Apple für das Angebot einiger Google-Dienste auf seinen Plattformen fürstlich entlohnt wird.

Warum zahlt Google fast 10 Milliarden Dollar an Apple?
Bildquelle: GIGA.

Apples Service-Sparte: 20 Prozent kommen von Google

In den vergangenen Jahren hat Apple immer stärker auf die steigenden Einnahmen in der Service-Abteilung hingewiesen; nicht zuletzt, weil der Markt für neue iPhones gesättigt sein wird. Wie CNBC (via 9to5Mac) berichtet, ist dabei alleine ein Unternehmen für ein Fünftel dieser Einkünfte verantwortlich: Google.

Der Suchmaschinenriese aus Apples Nachbarschaft Mountain View bezahlt Apple – und diverse andere Unternehmen – dafür, dass die Suchfunktionen standardmäßig zu Google führen. Im vergangenen Kalenderjahr soll Google dem iPhone-Hersteller laut den Analysten von Goldman Sachs dafür fast 9,5 Milliarden US-Dollar bezahlt haben. Ein einfacher aber zugleich auch faszinierender Grund für Googles jährliche Überweisung an Apple in Milliardenhöhe.

Für das Jahr 2019 wird erwartet, dass der Anteil Googles weiterhin sehr hoch sein wird, allerdings mit einem geringeren Wachstum als in den Vorjahren. Im Geschäftsjahr 2017 sollen es noch „mickrige“ 3 Milliarden Dollar gewesen sein.

Apple vs Google, iPhone XS Max vs Galaxy Note 9 - hier unser Vergleich:

iPhone XS Max vs. Samsung Galaxy Note 9.

Analysten erwarten „Apple Prime“-Paket

Die Analysten sagen des Weiteren, dass Apple in Zukunft ein eigenes „Prime“-Paket – in Anlehnung an Amazon Prime – anbieten werde, um dieses langsamere Wachstum auszugleichen. Die Analysten erwarten mit „Apple Prime“ die Vorstellung des hauseigenen Videodienstes. Ein Wachstum durch diesen Bereich könne den Unternehmenswert wieder über die Billion-Dollar-Marke schubsen.

Wer Googles Suchmaschine nicht länger nutzen möchte, findet in den Systemeinstellungen von iOS und macOS unter Einstellungen > Safari > Suchmaschine diverse weitere Optionen. Neben Google sind auch Yahoo, Bing und DuckDuckGo. Insbesondere DuckDuckGo hat sich in der Vergangenheit immer dafür ausgesprochen, die persönlichen Daten der Nutzer stärker zu schützen, als es bei der Konkurrenz der Fall ist.

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