Wenn Trump Rabatz macht: Werden Apple-Produkte jetzt teurer?

Holger Eilhard 2

Der Handelskrieg zwischen den USA und China ist wieder in aller Munde. Grund sind nun auf 25 Prozent erhöhte Strafzölle für einige Produkte, mit denen US-Präsident Donald Trump verstärkt Druck ausüben will – auch Apple ist betroffen.

Wenn Trump Rabatz macht: Werden Apple-Produkte jetzt teurer?
Bildquelle: White House/Flickr.

Handelskrieg zwischen USA und China: Strafzölle steigen auf 25 Prozent

Wie The Verge berichtet, hat die US-Regierung rund um Präsidenten Donald Trump am Freitag, dem 10. Mai 2019 die Strafzölle von 10 auf nun 25 Prozent erhöht. Bislang waren viele Produktkategorien wie Computer oder Smartphones von den Zöllen ausgeschlossen. Stattdessen richtete man sich primär gegen die einzelnen Bauteile, um die Kosten für Endkunden zu minimieren. China konterte wenig später und kündigte an, dass man ab Juni höhere Zölle auf US-Waren verlangen werde. Diese betreffen unter anderem Chemikalien oder gefrorenes Gemüse.

Apple präsentierte den Behörden bereits im vergangenen September einen detaillierten Brief, in dem man beschreibt, wie man von den Strafzöllen beeinträchtigt wird. Die Hoffnung war, dass es noch Änderungen an den finalen Produktlisten geben würde, bevor die neuen Zölle aktiv werden. Während AirPods oder Apple Watch weiterhin nicht betroffen sind, kamen andere Kategorien nicht so glücklich davon.

So sind Apples „Adapter, Ladegeräte und Kabel“ sowie iPhone-Hüllen und die Lederhüllen fürs iPad weiterhin auf der Produktliste, die jetzt von den Strafzöllen in Höhe von 25 Prozent betroffen sind. Diese Kosten werden aktuell noch von Apple und den Lieferanten getragen. Endkunden müssen also bis auf Weiteres keine höheren Preise zahlen.

Laut The Verge ist es möglich, dass Apples Margen hoch genug sind, um diese Kosten aufzufangen. Möglicherweise sind auch die Lieferanten eingesprungen und bieten dem Konzern Rabatte aufgrund der Strafzölle an.

Noch nicht von den Zöllen betroffen - das iPhone:

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Nächste Strafzollrunde: iPhone-Preise könnten um 14 Prozent steigen

Sollten die USA die Strafzölle auch auf das iPhone ausweiten, könnte diese laut den Analysten von J.P. Morgan einen Preisanstieg von rund 14 Prozent für die Endkunden bedeuten. Ein iPhone XS, das derzeit für 1.000 US-Dollar den Besitzer wechselt, würde dann 1.142 US-Dollar kosten. Diese neuen Strafzölle könnten frühestens am 24. Juni greifen.

Die Analysten der Bank of America sagten, dass es für Apple auch möglich sei, die iPhone-Produktion in die USA zu holen. Der Aufpreis für ein Apple-Smartphone würde dann 20 Prozent bedeuten. Dies könnte aber dafür sorgen, dass die Nachfrage vernichtet wird.

J.P. Morgan geht davon aus, dass Apple eher die Kosten selbst tragen würde und schlechte Quartalsergebnisse in Kauf nimmt, statt die Preise seiner Smartphones zu erhöhen. Seit dem 2. Mai 2019 ist Apples Aktie um 11 Prozent gefallen.

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