Apple baute einst eine Spielekonsole? Der Apple Pippin ist nicht nur eines der besonders skurrilen Produkte in der Geschichte des Herstellers, sondern auch einer der größten Flops. 1995 wurde die Konsole in Japan vermarktet, ein Jahr darauf in den USA. So richtig nach Europa hat es der Pippin nie geschafft, gleichwohl gab es vereinzelte Import-Bemühungen.

Pippin beherbergte einen PowerPC-Chip, wie auch die Macs der damaligen Zeit. Ein 3D-Grafikprozessor fehlte hingegen, dafür gab es ein modifiziertes Mac OS als Betriebssystem. Zusammenfassend: Eine lahme Ente im direkten Vergleich mit der damals aufkommenden Sony Playstation. Selbst bei Apple traute man dem Pippin keinen rechten Erfolg zu. Selbst vermarkten wollte man das Gerät daher nicht. Stattdessen lieber Lizenzen vergeben. Einziger Lizenznehmern war der japanische Spielzeugproduzent Bandai (heute fusioniert mit Namco zu Bandai Namco).

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Letztlich scheiterte der Pippin nicht zuletzt auch an der mauen Softwareauswahl. Nur Bandai selbst bot Spiele für die Konsole an, der hohe Preis von 599 US-Dollar war des Weiteren ein Stolperstein für den Erfolg. Am Ende verschwand Pippin sang und klanglos von der Bildfläche – ein phänomenaler Fehlschlag.

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An eine Spielkonsole hat sich Apple seitdem nicht mehr herangetraut. Artverwandt ist heutzutage dagegen die Kombination aus Apple TV, iPhone und iPad. Dank AirPlay Mirroring gelangen iOS-Spiele auf den heimischen Fernseher, iPhone und iPad dienen dann als Controller. Eine echte Alternative zur Xbox oder Playstation ist dies natürlich nicht.

Bildquelle (Titel): Apple und Little man is suprised... von shutterstock

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