Apple 2013: 10 „Fehlleistungen“ des Jahres

Sven Kaulfuss 18

Tim Cook versprach für 2013 „fantastisch neue Apple-Produkte“. Trotz neuer iPhones, iPads und Software-Auffrischungen fanden wir noch immer 10 Dinge, die man wohl vergaß, den Apple-Anwendern zu präsentieren. Ergo: Es folgt unser „Pflichtenheft“ für 2014.

Apple 2013: 10 „Fehlleistungen“ des Jahres

Eine kleine Vorabbemerkung: In unserer Auflistung fehlt bewusst die ominöse iWatch und der seit Jahren spekulierte Apple Fernseher. Wir möchten uns stattdessen vielmehr an handfesten und nachvollziehbaren „Fehlleistungen“ orientieren. Dies heißt natürlich nicht, dass Apple nicht gut daran täte, in absehbarer Zeit auch neue Produktkategorien zu erobern.

1. Lückenhafte Einführung von WLAN 802.11ac

Dem neuen MacBook Air, MacBook Pro mit Retina Display, dem iMac und den Mac Pro spendierte Apple in diesem Jahr die Unterstützung des neuen WLAN 802.11ac-Standards. Passend dazu gab es auch eine rundum erneuerte AirPort Extreme Basisstation und Time Capsule. WLAN 802.11ac verspricht auf dem Papier Gigabit-Ethernet-Geschwindigkeit im Funknetz. In der Praxis fallen die Netto-Übertragungsraten natürlich geringer aus, toppen aber noch immer jedes bisherige 802.11n-Netz. Auch andere Hersteller setzen auf die neue Technologie – siehe hierzu unsere zweiteilige Serie zu WLAN-ac-fähigen Routern.

Leider hinterlässt diese Technologie-Einführung bei Apple einen Lückenteppich. Weder das neue iPhone 5s, noch das iPhone 5c und auch nicht das iPad Air oder iPad mini mit Retina Display werden mit einem WLAN-ac-Chip ausgestattet. Sie müssen sich weiterhin mit dem langsameren Vorgänger zufriedengeben. Die Konkurrenz – zum Beispiel das Google Nexus 5 – kann dies schon besser. Gleichfalls hat man die Aktualisierung der kleinen und kostengünstigen AirPort Express Basisstation unterlassen. So viel ist sicher: Apple wird nächstes Jahr – spätestens im Herbst – nachbessern. Bis dahin müssen Anwender warten.

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Gibt’s doch gar nicht: Das faltbare iPad von Apple.

2. Thunderbolt Display mit 4K-Auflösung: Kommt, nur wann?

Der neue – alsbald zum Verkauf bereite – Mac Pro ist ein echtes Grafikmonster. Zwei FirePro-Chips von AMD versetzen ihn in die Lage, drei 4K-Displays gleichzeitig anzusteuern. Dumm nur: Kunden bekommen derartig hochauflösende Monitore nur von fremden Herstellern. Apple selbst verkauft noch immer das bisherige Thunderbolt Display zum stolzen Preis von 1.000 Euro. Zwar gibt es Spekulationen über eine bevorstehende Produktaktualisierung in Richtung 4K-Unterstüzung, jedoch werden wir diese nicht mehr in diesem Jahr erleben. Erst jüngst tauchte für kurze Zeit im Apple Online Store ein passender 4K-Monitor von Sharp auf – ein Vorbote für den Verkaufsstart des neuen Mac Pro und ein eindeutiges Zeichen gegen ein Apple-eigenes Display.

3. Mac mini auf dem Abstellgleis?

Fast jeder Mac erhielt in diesem Jahr ein Technologie-Update. Nicht so der Mac mini. Apple Einstiegs-Rechner wurde komplett übergangen – keine Haswell-CPUs von Intel, keine neue Grafik, kein WLAN-ac. Apples Alu-Box muss eine Ruhepause einlegen, ein Update wird es in diesem Jahr nicht mehr geben. Ungewöhnlich ist dies nicht. Schon in der Vergangenheit wurde der Mac mini des Öfteren aufs Abstellgleis geschoben – teils mussten Kunden fast zwei Jahre auf eine Aktualisierung warten. Die im Oktober 2012 vorgestellte und noch immer aktuelle Version könnte also noch einige Monate unverändert im Programm verbleiben.

Auf der nächsten Seite geht es weiter mit den „Fehlleistungen“ des Jahres…

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