Apple 2013: 10 „Fehlleistungen“ des Jahres

Sven Kaulfuss 18

7. Touch ID: Noch exklusiv für das iPhone 5s

Mit dem iPhone 5s führte Apple einen neuartigen Fingerabdruckscanner ein – Touch ID. Statt eines Zahlencodes, genügt der Fingerabdruck zur Identifizierung. Zwar mag diese Option nicht hundertprozentig sicher sein, dafür jedoch umso bequemer und komfortabel. Der Logik zufolge hätte man Touch ID auch bei den neuen iPads (iPad Air und iPad mini mit Retina Display) erwartet, doch Apple enttäuschte die Hoffnungen. Gleichwohl gibt es allem Anschein nach in Cupertino schon funktionsfähige Prototypen. Spätestens bei der nächsten iPad-Generation finden wir Touch ID auch im iPad – Kollege Sebastian möchte die neue Technologie schon jetzt nicht mehr missen. Ob der Fingerabdruckscanner auch den Sprung in die MacBooks schafft? Lassen wir uns nächstes Jahr überraschen.

8. Apple TV: Stagnation im Fernseh-Land

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Arbeitsplatz für Apple-Nutzer: Tische, Stühle und weitere Anregungen im Überblick

Abseits der Vermutungen bezüglich eines eigenen Apple-Fernsehers, gab und gibt es auch immer wieder Gerüchte über eine Aktualisierung der Set-Top-Box Apple TV – das letzte größere Update erschien bereits im März 2012. Fast zwei Jahre ist dies nun her. Auch heute noch vermissen wir beispielsweise einen App Store für das schwarze Kästchen. Apple TV bleibt so ein verschlossenes System mit nur wenigen Möglichkeiten – besonders im hiesigen Markt. Erweitern lässt sich nur die ältere, zweite Generation des Apple TV mittels Jailbreak. Diese Möglichkeit ist dem aktuellen Modell entzogen. Kuriose Begleiterscheinung: Gebrauchte Apple TV 2 erzielen so seit geraumer Zeit Top-Verkaufserlöse und sind teurer als die Neuware.

9. iOS 7: Mobiles System für Egoisten

Seit Jahren warten Anwender auf eine Mehrbenutzerunterstützung für iOS. Diese Erwartungen wurden auch in diesem Jahr von Apple mit iOS 7 enttäuscht. Anders als der Mac, lässt sich beispielsweise ein iPad noch immer nur mit unnötigem Aufwand in der Familie teilen. Die Anlage von spezifischen Benutzerkonten würde dieses Vorhaben erheblich erleichtern. Warum nur verzichtet Apple darauf? Immerhin basiert iOS in seinen Grundzügen auf Mac OS X – die Integration von mehreren Benutzern sollte grundsätzlich also möglich sein. Windows und in Teilen Android kann dies schon. Es besteht dringender Handlungsbedarf für Apple.

10. Kein Weg zurück zu iOS 6

Neu ist dies nicht: Wer sich ein iOS-Update installiert, dem ist der Weg auf eine frühere Version versperrt. Nicht anders bei iOS 7. Ein Downgrade auf iOS 6 ist ausgeschlossen. Diese Zwangsbeglückung stößt nicht nur auf Gegenliebe. Besonders Nutzer eines iPhone 4, denen iOS 7 einen defekten WLAN-Chip einbrachte, wünschten sich, das Rädchen der Zeit zurückdrehen zu können. Nicht so bei Apple. Technisch wäre dies kein Problem, nur möchte Apple der Fragmentierung entgegenwirken und die Vielzahl der im Umlauf befindlichen iOS-Versionen beschränken. Für Entwickler mag dies segensreich sein, vielen Anwendern stößt diese Maßnahme dagegen unangenehm auf. Bedenkt man die einschneidenden, und so nicht mehr rückgängig zu machenden Änderungen in iOS 7, so sollte Apple über eine Downgrade-Option nachdenken. Immerhin: Mac-User können und dürfen dies mit ihrem System, warum also nicht auch Nutzer von iOS?

Bildquell (Titel): Man holding an empty box von shutterstock

Abstimmung: Welches Unternehmen sollte Apple sich 2019 kaufen?

Der Journalist Tae Kim plädierte kürzlich dafür, Apple solle das japanische Unternehmen Nintendo kaufen. Aber wäre das wirklich eine gute Idee? Gib hier deine Stimme ab.

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