Frühjahr 2015: Im Fokus der Apple Watch

Wie schon erwähnt, steht das Jahr 2015 voll und ganz im Zeichen der Apple Watch. Für Apple und nicht zuletzt auch für Tim Cook als CEO, wird der Erfolg der neuen Fashion-Produktsparte entscheidend sein. Ein Prüfstein, an dem man sehen wird, ob der Hersteller auch ohne seinen bisherigen und leider viel zu früh verstorbenen Visionär Steve Jobs erneut eine ganz Branche umgestalten kann. Bis jetzt kennen wir vornehmlich nur den Einstandspreis der Apple Watch (349 Dollar). Glaubt man bisherigen Berichten, so rechnet die Szene teils mit einem Verkaufsstart noch vor dem Valentinstag (14. Februar 2015). Übrigens: Angeblich läuft die Produktion der Apple Watch ab Januar auf Hochtouren.

Macintosh: Neue Chip-Architektur und ein 5K-Display

Der Macintosh darf sich im neuen Jahr über eine Grundrenovierung freuen. Mit Broadwell steht eine neue Prozessorarchitektur von Intel ins Haus, die ursprünglich schon für Ende 2014 erwartet wurde und nun verspätet in größeren Stückzahlen ab Sommer 2015 zur Verfügung stehen soll. Davon profitieren dürften zunächst die MacBooks, später im Herbst auch die Desktop-Rechner (iMac und Mac mini).

Spekuliert wird ferner über ein neues MacBook Air in 12 Zoll mit Retina Display. Dieses dürfte die aktuelle Serie ersetzen und erstmals auch das Farbengewand von iPhone und iPad (Silber, Gold und Spacegrau) übernehmen. Eine Vorstellung im Sommer ist durchaus denkbar.

Eine Sonderrolle im Spiel der Prozessoren hat der Mac Pro inne. Der Tubus-Rechner wird stets von Xeon-CPUs befeuert. Diese hinken der jeweils aktuellen Desktop-Architektur immer einen Schritt hinterher. Zurzeit basieren diese noch auf Ivy Bridge, demnächst dann auf Haswell. Wichtiger: Wir vermuten, nicht zuletzt die Grafik erhält ein umfassendes Update, wird zukünftig in der Lage sein ein neues 5K Tunderbolt Display anzusteuern. Ein solches basiert auf dem Panel des erst kürzlich vorgestellten 5K iMacs. Dieser lässt sich derzeit nicht als externes Display nutzen, da kein aktueller Mac eine solche Auflösung unterstützt. Ein aktualisierter Mac Pro gilt als aussichtsreichster Kandidat diese Beschränkung im neuen Jahr aufzuheben. Übrigens: Auch Konkurent Dell will noch in diesem Jahr ein 5K-Display auf den Markt bringen. Demnächst vielleicht eine kostengünstige Alternative zum noch nicht erschienenen 5K Thunderbolt Monitor. Als Notlösung könnte Apple auch immer noch ein Thunderbolt Display mit 4K-Auflösung präsentieren, allerdings erscheint dies mit Blick auf den iMac 5K eher nicht plausibel.

Wer so lange nicht warten möchte, für den empfehlen sich die immer preisgünstigeren 4k-Monitore im Marktsiehe hierzu unsere Kaufübersicht.

Für den Herbst rechnen wir ferner mit der Vorstellung von OS X 10.11. Dessen Codename und Funktionen sind noch nicht bekannt. Wir werden uns überraschen lassen müssen, welche kalifornische Ortschaft oder Sehenswürdigkeit diesmal Pate steht. Einen nicht ganz ernstgemeinten Vorschlag hätten wir schon: OS X 10.11 Alcatraz. Im Hinblick auf eine zukünftig mögliche Beschränkung, demnächst nur noch Apps aus dem Mac App Store nutzen zu dürfen. Zugegeben, ein kleine und böse Gaukelei unserseits, die so hoffentlich nie eintreten wird.

iPhone 6s, iPad Air 3: The same procedure as every year, Tim?

Zum iPhone: Bleibt sich Apple treu, sehen wir im September 2015 nur ein leicht verbessertes iPhone 6s und iPhone 6s Plus. In erster Linie dürfte Apple den Smartphones schnellere Chips (Apple A9) spendieren. Vielleicht dann auch final ein Display aus Saphirglas und ein staub- und wasserdichtes Gehäuse? Ein grundsätzlich neues Design ist hingegen eher unwahrscheinlich. Taufrisch das iPhone 6c – ein iPhone 6 im Plastikgewand, äquivalent zum derzeit noch aktuellen iPhone 5c. Allerdings könnte Apple auf den neuen „Plastikbomber“ auch gänzlich verzichten und stattdessen ein iPhone 6 mini mit 4-Zoll-Display vorstellen – wir berichteten.

Keine größeren Überraschungen erwarten wir auch bei einem potentiellen iPad Air 3 und iPad mini 4. Das Air erbt die Innereien des iPhone 6s (im Unterschied dazu mit Apple A9X), das iPad mini 4 erhält entweder dieselbe Architektur oder aber zumindest die vom aktuellen iPad Air 2. All dies sehen wir dann wieder im Herbst 2015. Schon früher könnte uns Apple jedoch mit einem iPad Pro beglücken. Hypothesen bezüglich eines noch größeren Tablets gibt es seit geraumer Zeit. Ein solches Gerät mit 12-Zoll-Display schlägt die Brücke zwischen iPad und MacBook. Allerdings möchten wir nicht so recht an ein „OS X“ für das iPad glauben. Eher wahrscheinlich: Dank der größeren Bildschirmfläche können Entwickler spezielle iOS-Apps für das iPad Pro veröffentlichen, die sich die neue Größe zunutze machen.

Mit iOS 9 liefert uns Apple dann hoffentlich die Features, die wir mit iOS 8 noch nicht erhielten. Ganz oben auf der Wunschliste: Mehrere Benutzer-Accounts und Splitscreen-Multitasking – besonders für ein iPad Pro wären beide Funktionen eine echte Bereicherung.

Ungewiss zeigt sich die Zukunft des Apple TV. Nur soviel vorab: Den ominösen Apple Fernseher sehen wir wohl auch im nächsten Jahr nicht. Ein Update der Set-Top-Box wäre dagegen zumindest möglich. Noch immer warten wir auf einen App Store und 4K-Unterstützung.

Unterm Strich: Es bleibt spannend, auch im neuen Apple-Jahr 2015.

PS: Ach ja, die iPods. Die sind Geschichte, Neuerungen erwarten wir keine mehr. Maximal spendiert Apple dem iPod touch noch ein Modell mit 128 GB. Ansonsten hat das einstige Kultprodukt seine Schuldigkeit getan und verharrt im Status Quo – lebe wohl kleiner Freund.

 
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Hinweis: Der Artikel wurde ursprünglich am 31.10.2014 veröffentlicht und am 30.12.14 nochmals überarbeitet.

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