Apple SIM: Eine Karte, sie zu knechten (Kommentar)

Julien Bremer 23

Mit den neuen iPads in der vergangenen Woche führte Apple seine neue SIM-Karte ein. Dies warf vielerorts die Frage auf „Will Apple die SIM-Karte endgültig verbannen?“. Ja, bitte! Und die Verträge mit 24 Monaten Mindestlaufzeit gleich mit.

Apple SIM: Eine Karte, sie zu knechten (Kommentar)
Bildquelle: Ring on Bible via shutterstock.

Apple und SIM-Karten – das ist eine Geschichte für sich. Für das Unternehmen waren die kleinen Kärtchen stets eine Last, die es zu tragen galt, um die Funktionalität in iPhones und iPads zu gewähren. Einerseits würde man den Platz, den so ein SIM-Slot im Gerät benötigt bei den immer dünner werdenden Geräten sicherlich gern anders nutzen. Andererseits passt der erforderliche Schlitz nicht in Apples Design-Konzept, das gerne Unibody-Modelle vorsieht.

[dl_button type=“textbutton“ link=“www.giga.de/smartphones/iphone-5/specials/welche-sim-karte-fuer-welches-iphone-verwenden/sim-karten-groessen-im-vergleich-micro-mini-nano-alle-formate/“ text=“SIM-Karten im Vergleich: Micro, Mini, Nano, alle Formate“

Apple hat die SIM-Karten bereits zwei Mal merklich verändert. Es begann mit dem iPad im Jahr 2010, das mit einer Micro-SIM daherkam. Ab dem iPhone 4 waren diese Module dann auch in den Telefonen zu finden. Der Konzern aus Cupertino gehörte damit zu den ersten Herstellern, der auf die kleinere Karte setzte. Aufgrund von Apples Marktdominanz zogen die Mobilfunkanbieter nach, denn schließlich wollten sie am Run auf Apples Geräte mitverdienen. Das Spiel wiederholte sich mit der Nano-SIM-Karte, dem Standard der auch heute noch in den iPhones zu finden ist. Wieder zogen die Mobilfunkanbieter nach.

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Und sie tun es schon wieder, oder?

Im iPad Air 2 wurde nun die Apple SIM integriert (wir berichteten) und der Konzern aus Cupertino geht erneut auf Konfrontationskurs mit den Providern. Kauft man das Gerät bei Apple, liefert das Unternehmen sein hauseigenes Modul mit und der Nutzer kann sich dann via Software seinen Netzbetreiber wählen. Man muss also in keinen Laden mehr rennen oder sich von seinem Mobilfunkanbieter des Vertrauens eine Karte zusenden lassen. Bestellt man sich sein neues iPad allerdings bei einem Provider, wird es weiterhin mit der gewöhnlichen Karte ausgeliefert. Außerdem sei erwähnt, dass es die Apple SIM vorerst nur in den USA und in Großbritannien gibt. Die Deutsche Telekom hat bereits angekündigt, Apple SIM nicht unterstützen zu wollen und keinen Tarif dafür anzubieten.

Es ist sehr gut möglich, dass Apple mit dem iPad Air 2 einen Testlauf startet und seinen neuen Standard in der kommenden iPhone-Version weiter ausbaut. Ein entsprechendes Patent dafür meldete der Konzern bereits 2011 an. Dies sieht eine „virtuelle SIM-Karte“ vor. Die  entsprechenden Daten über den Tarif wären fest im Prozessor verbaut und ein SIM-Slot würde komplett überfällig werden.

Lest auf der zweiten Seite, warum die Apple SIM aus Nutzersicht gut wäre.

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