Galaxy S7 vs. iPhone 6s: 5 Gründe, warum mir Fanboys aller Couleur ordentlich den Ar*** lecken können! (Kommentar)

Sven Kaulfuss 40

Oha, vergreift sich da der feine Herr Redakteur etwa im Ton? Mitnichten: Dieser Auswurf an vulgärer Wortakrobatik ist nichts gegen die Formulierungskünste unserer Leser, die wir diese Woche im ewigen Fanboy-Krieg erneut bewundern konnten.

Galaxy S7 vs. iPhone 6s: 5 Gründe, warum mir Fanboys aller Couleur ordentlich den Ar*** lecken können! (Kommentar)
Bildquelle: Sporty girl in a red tartan skirt...von shutterstock.

Eingeschränkte Meinungsfreiheit, Populisten in den Parlamenten, eine weltumspannende Flüchtlingskrise und Kriege auf dem gesamten Planeten – all diese Probleme erscheinen im Auge eines lernresistenten Fanboys belanglos. Viel wichtiger doch die Frage: Wer hat das bessere Smartphone? Ist es das Samsung Galaxy S7 oder doch das Apple iPhone 6s? Dies sind die wahren Probleme, die bewegen. Am Horizont ist der nächste Schwanzvergleich zwischen der Android-Fraktion und der Apple-Gemeinde immer greifbar – Frieden undenkbar.

Nun sind wir ja hier bei GIGA durchaus mit niederen Instinkten bestückt und wissen die Gefühlslage des leicht zu provozierenden Fanboys gekonnt auszunutzen, indem wir immer mal wieder wohldosiert den Flamewar füttern – wir Drecksschweine, wir elendigen. Anders mag man es sich nicht erklären, wie in derselben Woche diese zwei, sich ergänzenden Artikel von den Kollegen Gürayer und Trepesch veröffentlicht werden konnten:

Steckt da etwa System dahinter? Wie gemein! Sollten die Artikel des Weiteren sogar im Ansatz mit leichten ironischen Anspielungen ausstaffiert und demnach die generelle Ernsthaftigkeit in Frage gestellt sein? Nein! Das darf nicht sein. Der getreue Fanboy muss förmlich jede Zeile auf die Goldwaage legen und den Redakteurskollegen – sofern die eigenen Glaubensbekenntnisse konträr gehen – Bestechung oder zumindest Inkompetenz unterstellen. Zugleich wird zum Rundumschlag ausgeholt: Fanboys gegen Redakteure, gegen andere Fanboys, gegen moderate Fans – alle gegen alle! Dass dabei die gute Kinderstube geflissentlich ignoriert wird, versteht sich von selbst.

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5 Gründe: Darum sind Fanboys belanglos …

Letztlich handelt es sich beim allgemeinen Fanboy um einen Fundamentalisten. Das Prinzip „Leben und leben lassen“ wird nicht mal ansatzweise in Erwägung gezogen. Aus gegebenen Anlass möchte ich deshalb – ganz im Sinne der aktuellen „Themenwoche“ – euch 5 Gründe nennen, warum mir Fanboys aller Couleur mittlerweile ordentlich den Ar*** lecken können! Wie gesagt: Aller Couleur. Sowohl die Android- als auch die Apple-Fraktion darf sich angesprochen fühlen. Diesen Artikel folgerichtig also bitte todernst nehmen und ohne jede Spur von feingeistigen Humor kommentieren – viel Spaß.

1. Fanboys verhindern den Fortschritt!

Kritik am eigenen Weltbild gibt es nicht. Der Ist-Zustand wird als gegeben hingenommen und unter jedweden Umständen verteidigt. Man befindet sich immer nur in der Rolle des Verkäufers. Der muss schließlich auch allein den Status quo gegenüber Stimmen von Außen festigen. Das Problem: Sollen sich Produkte weiterentwickeln, ist konstruktive Kritik absolut unabdingbar. Der Gegenentwurf des Fanboys heißt jedoch Stillstand.

2. Fanboys nehmen alles persönlich!

Dem Fanboy fehlt es am Einfühlungsvermögen. Allein entscheidend ist die eigene Sichtweise, diese wird als pauschaler Nutzungsentwurf angesehen. Aus diesem Grund wird Kritik an Produkt oder Firma augenblicklich auf die persönliche Ebene befördert. Und eben auf dieser wird dann auch (unprofessionell) gestritten.

3. Fanboys verstehen keinen Humor!

Lachen tut der Fanboy eher selten und über sich selbst und seine Leidenschaft schon gar nicht. Eben weil er jedwede Kritik persönlich nimmt. Ironische Anspielungen werden so bewusst ignoriert. Wie könnte er diese mit aufgesetzten Scheuklappen auch erkennen?

4. Fanboys haben definitiv zu viel Zeit!

Ein Hobby ist eine feine Sache. Aber jetzt mal ernsthaft: In der Freizeit die Firmenpolitik eines übergroßen Konzerns an jeder Ecke verteidigen? Oder die eines anderen Konzern schmähen? Da gibt’s besseres zu tun. Ich meine, unsereins wird als Redakteur für derartige Artikel wie diesen hier ja wenigstens noch gut entlohnt. Aber als Fanboy – priceless.

5. Fanboys fehlt die weibliche Note!

Ist euch schon mal aufgefallen: Es gibt kaum weibliche Fanboys, also Fangirls. Warum wohl? Meine Vermutung: Der weibliche Intellekt kann mit diesen pubertären Fanboy-Kriegen nichts anfangen und hat sich diesbezüglich schon längst weiterentwickelt. Richtig, Mädels? Andererseits kann ich mich auch irren, zumindest kommt dieser Verdacht dann auf, wenn ich mal wieder von der holden Weiblichkeit in die Hölle auf Erden (sprich: die nächste Primark-Filiale) verschleppt werde ;-).

Am Ende zählt: Entspannt euch, nehmt nicht alles todernst und werdet erwachsen!

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