Tim Cook: Interessantes Statement zu Android

Jens Herforth

Tim Cook ist der Nachfolger von Steve Jobs. Das Apple Imperium liegt in guten Händen, wenn man sich das Interview von gestern anschaut. Tim antwortet direkter auf Fragen und wirkt offener. Dann sagte Cook zum Thema Android: „But for us, winning has never been about having the most.“ Ahja.

Tim Cook: Interessantes Statement zu Android

Gleich vorweg, wir haben letztes Jahr viele Android vs. iOS und Google vs. Apple Themen bedient und das klassische „Apple ist scheiße, Google macht alles perfekt“ haben wir auch von unserer Seite mehrmals im JFK-Tech Podcast und auch in unserem GIGA-iTry behandelt, thematisiert und widersprochen. Doch ein Satz mit einer Aussage wie „Für uns heißt gewinnen nicht, dass man die meisten Geräte verkauft“ ist schon so interessant, dass ich dazu nur ganz kurz etwas sagen möchte.

Apple baut die besten Geräte

Es ist unbestreitbar, dass Apple sehr gute Geräte baut. Das konnte ich schon im iTry erfahren und habe es auch dem iPhone 5 zugesprochen. Von dem Gedanken an einem MacBook Air werde ich noch immer ganz wehmütig und eigentlich suche ich bisher immer nur vergleichbares, vergeblich.

Das Beste ist aber nicht immer das Beste

Im Technikbereich mit dem Totschlagargument „Das beste “ zu kommen, finde ich wahnsinnig schwierig. Viele Bekannte würden mit einem MacBook nicht zurecht kommen. Warum sollten sie solch eine Menge Geld für ein MacBook ausgeben, wenn sie viele Vorteile gar nicht ausnutzen würden? Je nach Anwendungsbereich kann das MacBook ein perfektes Gerät sein, für mich wäre es das wohl auch. Für viele reicht aber ein 400 € Laptop, gern auch ein 700 € Ultrabook und fertig. „Das Beste“ kann man nicht verallgemeinern.

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Für uns ging es nie darum, durch Masse zu gewinnen

But for us, winning has never been about having the most. – Sagte Cook zum Thema Android. Im ersten Moment entkräftet Cook die Machtstellung von Android durch seine „Besten“ Theorie, im zweiten Moment erwähnt er trotzdem nochmal, dass man in anderen Bereichen ja auch mehr Geräte verkauft. Mehr Laptops, mehr Mediaplayer, ach und „die Besten“ natürlich. Es geht also nicht darum, die meisten Smartphones zu verkaufen. Darum ist Android nicht besser. Aber bei Computern und Mediaplayern zählt das schon? Klar, denn da greift ja auch noch die „Besten“ Regel.

Übrigens hatte Cook auch nochmal betont, dass man drei mal so viel an die Entwickler auszahlt, wie es bei Google und Android der Fall sei. Aber es geht ja nicht um die Masse. Nein. Nie.

Zugegeben, das Verhältnis wird besser

Google hatte von Anfang an keinen Hehl daraus gemacht, dass man MacBooks zu den besten Geräten zählt. Auch iOS ist ein großartiges System, sonst würde Google auch nicht so schnell und so gute Apps dafür schreiben. Teilweise sind besondere Features sogar zuerst bei iOS zu finden, anstatt bei Android. Der Service für den Kunden steht hier an erster Stelle, ob nun bei Android oder iOS  ist da eher zweitrangig. Unter Steve Jobs hätte es die folgende Aussage außerdem auch nicht gegeben, da bin ich mir sicher. So fragte man Cook, warum Apple-Dienste (iCloud) nicht auch für Android programmiert werden. Laut Cook liegt das einzig und allein daran, dass es bisher keinen Sinn macht. Ob er damit Angebot und Nachfrage meint?

Insgesamt finde ich es schön, dass Tim Cook sich nicht mehr so hetzerisch auf das Thema Android stürzt, wie einst Steve, und dieser Kindergarten damit vielleicht langsam ein Ende hat. Dennoch nerven mich diese Doppelmoral-Kommentare, auch wenn es reines Marketinggewäsch ist. Natürlich würde Apple niemals zugeben, dass Android das bessere System ist. Ist es auch nicht. Jedenfalls für viele. Für die anderen ist es Windows Phone oder Blackberry OS oder eben Android. Geschmack und Anforderungsprofil haben zwar in einem Interview nichts zu suchen, doch Google schafft es ja auch.

Don’t be evil!

 

via Caschy und GIGA

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