Wer im nächsten Jahr ein Asus-Gerät kauft und damit im Internet surft, wird sich über Werbefreiheit freuen können: Der taiwanische Hersteller will Adblock Plus ab 2016 standardmäßig in den eigenen Browser integrieren. Der Schritt ist Teil einer neuen Partnerschaft zwischen Asus und Adblock.

Als Resultat einer Partnerschaft zwischen Adblock und Asus wird der Asus-eigene Browser unter Android zukünftig keine Werbung mehr anzeigen. Für Nutzer von Asus-Geräten mitunter eine gute Nachricht, für Web-Medien durchaus ein Grund für lange Gesichter. Internetwerbung ist und bleibt ein ein schwieriges Thema: Nutzer und Adblock-Entwickler argumentieren mit Usability und geringerem Verbrauch des Datenvolumens, Anbieter von Online-Content hingegen sehen ihr Geschäftsmodell in Gefahr.

Die Auswirkungen eines solchen Schritts

Den Standard-Browser von Asus nutzen ca. 15 Millionen Menschen weltweit regelmäßig. Im Vergleich zu Chrome von Google (ca. 800 Millionen mobile Nutzer) mag das zwar ziemlich wenig erscheinen, aber es könnte durchaus Einfluss auf die gesamte Industrie haben. Asus gibt Nutzern nämlich nicht nur die Option, Werbung auszublenden – sondern aktiviert sie von Haus aus. In diesem Jahr erregte Apple zuletzt Aufsehen, als das Unternehmen mit iOS 9 die Installation von Werbeblockern erlaubte. Asus geht mit der neuen Partnerschaft also den nächsten Schritt.

Zwar gibt es für Adblock Plus auch die Option der „Akzeptablen Werbung“ – also Werbung, die trotz aktivem Adblock zugelassen wird. Allerdings lässt sich auch diese Option ausschalten, wenn der Nutzer in keiner Form Werbung sehen möchte. Zudem steht die Eyeo GmbH seit Jahren wegen dieser Art von „Whitelist“ in der Kritik: Der Adblock Plus-Anbieter, so der Vorwurf, steige quasi zu einem Gatekeeper im Internet auf und lasse sich von großen Unternehmen dafür bezahlen, ihre Werbung nicht mehr zu blocken.

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Sind Asus‘ gute Beziehung zu Google bedroht?

Es bleibt abzuwarten, ob das Beispiel von Asus Schule macht  und in Zukunft weitere Hardware-Hersteller Werbeblocker standardmäßig in ihren Mobilgeräten aktivieren. Interessant dürfte des weiteren die Frage sein, wie sich dieser Schritt von Asus auf die traditionell guten Beziehungen zu Google auswirkt? Der Suchmaschinenanbieter generiert immerhin fast 90 Prozent seines Umsatzes mit Internetwerbung und steht Werbeblockern naturgemäß eher kritisch gegenüber. Eins steht aber in jedem Fall fest: Die Monetarisierung von Online-Inhalten wird durch solche und ähnliche Entwicklungen mit Sicherheit nicht leichter – womit sich im Endeffekt Bezahlschranken im Internet schneller ausbreiten dürften, als es manch einem passionierten Adblock-Nutzer derzeit klar ist.

Quelle: Motherboard via PhoneArena

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