Asus klaut Touch Bar vom MacBook — und zeigt Apple, wie es richtig geht

Holger Eilhard 2

Mit dem sogenannten ScreenPad könnte Asus in Zukunft seine Windows-Notebooks um ein interessantes Feature erweitern. Wie erste Apps im Microsoft Store verraten, plant der Hersteller anscheinend einen Touchscreen, welcher an die Touch Bar aus Apples MacBook Pro erinnert – aber viel weiter geht! 

Asus klaut Touch Bar vom MacBook — und zeigt Apple, wie es richtig geht
Bildquelle: GIGA.

Asus ScreenPad: Touchscreen zur Steuerung von Apps

Entdeckt wurden die Hinweise auf das ScreenPad dank einer Reihe von Anwendungen im Microsoft Store, welche Erweiterungen für beliebte Anwendungen wie Spotify, YouTube oder Microsofts Office-Suite anbieten. Diese Erweiterungen, die von Asus selbst angeboten werden, beinhalten allesamt den Namen ScreenPad und erklären, wofür das Zusatzdisplay genutzt werden könnte.

So findet sich etwa in der Beschreibung von ScreenPad Office, dass dem Nutzer beim Bearbeiten von Office-Dokumenten, egal ob in Excel, Word oder PowerPoint, die wichtigsten Funktionen der jeweiligen Anwendung angezeigt werden. Ziel sei es, die Nutzung der Anwendung zu erleichtern, in dem man die notwendigen „Bewegungen des Mauszeigers reduziert“. Mit ScreenPad Spotify kann darüber hinaus die beliebte Musik-Streaming-App gesteuert werden, ohne die Finger vom TouchPad nehmen zu müssen.

Besitzern eines MacBook Pro aus dem Jahr 2016 oder neuer dürfte diese Beschreibung bekannt vorkommen, denn vergleichbare Vorteile verspricht Apple auch mit der Touch Bar. Dieser Display-Streifen ersetzt in einigen Modellen des MacBook Pro die Funktionstasten oberhalb der klassischen Tastatur.

Hier unser Test der Touch Bar im MacBook Pro:

MacBook Pro 2016: Touch Bar im Test.

Asus ScreenPad: Die Vorteile gegenüber Apples Touch Bar

Im Gegensatz zur Touch Bar setzt Asus jedoch anscheinend auf ein deutlich größeres, zweites Display, welches — wie im Bild oben zu sehen — mit dem traditionellen Touchpad verschmelzen dürfte. Damit könnte sowohl die Bedienung des ScreenPads einfacher als auch weitreichender als im Falle von Apples Touch Bar sein. Die schiere Größe des Displays könnte viele tiefergehende Features zur Steuerung oder Start von Anwendungen ermöglichen. Man muss Asus Anerkennung zollen: Touchscreen und Touchpad zu vereinen, ist eine innovative Idee – und im Alltag vermutlich praktischer als die Touch Bar der aktuellen MacBook-Pro-Serie.

Die derzeitigen Systemvoraussetzungen sind Windows 10 in 64 Bit und eine Nvidia-GTX970-Grafikkarte, welche in einem Asus-Notebook mit weiteren spezifischen Bauteilen stecken. Dazu gehört etwa ein Präzisions-Touchpad mitsamt spezifischer Treiber von Asus sowie weitere Komponenten, welche die Ansteuerung eines ScreenPads ermöglichen.

ScreenPad Launcher erlaubt den Start von Apps.

Diese konkreten Voraussetzungen lassen vermuten, dass Asus die neuen Erweiterungen für das ScreenPad derzeit intern anhand eines Prototypen-Notebooks testet. Die öffentliche Vorstellung neuer Geräte, welche mit einem ScreenPad ausgestattet sind, könnte aber bereits im Rahmen der Computex stattfinden. Die Messe findet vom 5. bis 9. Juni in Taipei, Taiwan, statt. In einem ersten Teaservideo hat Asus bereits die Vorstellung neuer Notebooks angedeutet.

Quelle: WindowsBlogItalia via mspoweruser, WindowsArea.de

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