ASUS: Smartwatch mit Gesten- und Sprachsteuerung in Entwicklung

Kaan Gürayer 1

Auch ASUS wird sehr bald auf den Smartwatch-Zug aufspringen: Wie ASUS-Chef Jonney Shih in einem Interview verkündet, arbeitet der taiwanische Hersteller an einer Smartwatch, die sich via Sprach- und Gestensteuerung bedienen lassen und nur ein Zehntel des Energiebedarfs eines handelsüblichen Smartphones benötigen soll. Außerdem will man mit „attraktiven Preisen“ gegenüber der Konkurrenz punkten.

Dieser Tage, so bekommt man fast unweigerlich den Eindruck, hat jeder Hersteller eine Smartwatch im Köcher oder bereits auf den Markt gebracht: Samsung hat mit seinen Gear 2 und Gear 2 Neo die Nachfolger seiner nur mäßig erfolgreichen Galaxy Gear vorgestellt und setzt nun auf Tizen statt auf Android, HTC soll angeblich an einer intelligenten Uhr mit Mirasol-Display arbeiten und seit gestern wissen wir, dass auch Google ganz groß in den Smartwatch-Markt einsteigen und in den nächsten zwei Wochen ein SDK zur Entwicklung von Wearables veröffentlichen wird. So ist es nicht verwunderlich, dass auch ASUS ein Stück vom Smartwatch-Kuchen abhaben möchte.

Auf einer Karrieremesse, die die National Taiwan University abgehalten hat, deutete Jonney Shih ein paar Details zur kommenden Smartwatch aus dem Hause ASUS an. So arbeitet man an neuen Eingabemethoden für das User Interface der Smartwatch, die dem kleineren Display der intelligenten Uhren Rechnung tragen – als Beispiele wurden Sprach- und Gestensteuerung hervorgehoben. Doch in diesen Bereichen müssten, so Shih einschränkend, noch einige Fortschritte gemacht werden. Auch beim Energiebedarf seien die ASUS-Ingenieure fleißig am Tüfteln, denn die Zielsetzung sei klar: Nur ein Zehntel des Energiebedarfs eines normalen Smartphones soll die Smartwatch benötigen, obwohl Sprach- und Gestensteuerung bekannte Energiefresser sind, wie Shih einräumt.

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Im Gegensatz zu einigen Konkurrenzprodukten soll die ASUS-Smartwatch aber kein „Stand-Alone“-Gerät sein, sondern nur als Ergänzung zum Smartphone dienen. Smartphones hätten immer noch die ausgereifteren Anwendungen, zu denen Nutzer eher tendieren würden, wie Jonney Shih die Smartwatch-Strategie seines Unternehmens weiter erläutert. Auf die Konkurrenz der preisgünstigen chinesischen Anbieter angesprochen, antwortete Shih, dass ASUS sich der gewaltigen Herausforderung unter anderem mit „attraktiven Preisen“ stellen würde – was uns etwas hellhörig werden lässt, immerhin hat der taiwanische Hersteller ja schon ein ums andere Mal bewiesen, dass gute Hardware und ein günstiger Preis kein Widerspruch sein müssen.

Infos zum Marktstart gibt es leider noch nicht, aber wir halten euch natürlich auf jeden Fall auf dem Laufenden, sobald es etwas Offizielles zu berichten gibt.

ASUS ist übrigens nicht erst seit gestern dabei, sich Gedanken über Wearables und neue Eingabemethoden zu machen: Dieses unten eingebundene Video, wie auch das Coverbild dieses Artikels, die ein Design-Konzept namens Waveface zeigen, stammen aus dem Jahr 2010:

Quelle: focustaiwan.tw [via SlashGear, G for Games]

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