ASUS Tranformer Prime: GPS-Dongle ausprobiert

Amir Tamannai

Vor ein paar Wochen überraschte ASUS uns mit der Ankündigung, allen Besitzern eines Transformer Pad Prime, das ja bekanntlich unter massiven Problemen mit dem GPS-Empfang leidet, kostenlos ein Dongle zur Verfügung zu stellen, das dieses Defizit zumindest lindern soll. Meine Bestellung ist inzwischen tatsächlich eingetroffen und wir haben das Ganze gleich ausprobiert.

Für manche war es ein Dealbreaker, anderen eher egal – fest steht, dass das ansonsten so gute ASUS Transformer Prime unter einem ziemlich schlechten (bis faktisch gar keinem) GPS-Empfang kränkelt, was wohl ursächlich an der schicken Alu-Ummantelung liegt. ASUS hatte vor ein paar Woche versprochen, diesen Missstand mit dem kostenlosen Zurverfügungstellen eines aufsteckbaren Dongles für alle betroffenen Kunden zu beheben. Ich, als glücklicher Besitzer eines Prime, habe natürlich prompt zugeschlagen und das kleine Zubehörteil inzwischen tatsächlich auch erhalten. Diesen Teil des Versprechens hat ASUS also vorbildlich eingehalten. Bleibt noch zu prüfen, ob das Tablet sich nun endlich auch als Ortungs- und Navigationshelfer einsetzen lässt.

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Verrückte Tech-Produktnamen: Wie spricht man diese gleich noch aus?

Ganz kurz zur Bauart und Mechanik des Dongle: Das Aufsteckstück besteht zwar nur aus Kunststoff (Alu wäre hier ja auch kontraproduktiv), ist aber ansonsten so hochwertig verarbeitet, dass es die Gesamtoptik des Prime nicht allzu übel „unterbricht“ – abgesehen von der Tatsache natürlich, dass es aufgesteckt eben einen zusätzlichen Wulst am unteren Rand des Tablets darstellt. Und durch die Kopplung genau dort, wo sonst das Dock festmacht, lassen sich beide Zubehörteile natürlich nicht parallel verwenden.


Aber – geschenkter Gaul und so – damit kann man leben, auch weil das Ergebnis tatsächlich überzeugt: Bei unserem Test unter der Sonne Berlin, fand das ASUS Transformer Prime mit angestecktem Dongle sofort ein paar Satelliten, hatte nach circa 30 bis 40 Sekunden eine grobe Position ermittelt und nach etwa einer Minute dann insgesamt 14 Satelliten in Sicht, sich auf acht „Sputniks“ aufgeschaltet und unsere Position mit einer Genauigkeit von 13 Fuß (ungefähr 4 Meter) ermittelt. Ohne Dongle … naja, lassen wir das. Im Vergleich zu einem daneben gehaltenen Samsung Galaxy S2 performt das ASUS Transformer Pad Prime in Sachen GPS nun fast genauso gut: Das Finden eines „Fix“ dauerte ein paar Sekunden länger, aber die Positionierung war genauso exakt.


GPS Test-Ergebnis mit Dongle nach circa 60 Sekunden


GPS Test-Ergebnis ohne Dongle nach einer halben Ewigkeit

Fazit: Gute Aktion von ASUS – der Dongle war schnell da, gliedert sich einigermaßen erträglich in das Gesamtbild des Prime und er funktioniert – zwar nicht rasend schnell, aber wer ein paar Sekunden Zeit übrig hat, darf sich jetzt auch mit dem ASUS Transformer Prime endlich überall orten lassen.

Wer ein ASUS Transformer Prime besitzt und seinen Dongle noch nicht bestellt hat, kann dies bis Ende Juli nachholen; eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie das geht, haben wir hier für euch zusammengestellt.

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