Asus Transformer Book Flip TP300 kann im ersten Test überzeugen

Peter Hryciuk
Asus Transformer Book Flip TP300 kann im ersten Test überzeugen

Mit dem Asus Transformer Book Flip TP300 hat der taiwanische Hersteller auf der Computex 2014 vor wenigen Wochen in Taipeh sein erstes Convertible-Notebook vorgestellt, bei dem sich das Display komplett umklappen lässt, wie wir es von den Lenovo Yoga Geräten kennen. Der Marktstart soll bereits in wenigen Wochen in ersten Ländern stattfinden, doch schon jetzt ist ein erster Testbericht der vermutlich interessantesten 13,3-Zoll-Version aufgetaucht, die in vielen Punkten durchaus überzeugen kann. Um den Preis trotzdem gering zu halten, hat Asus auf eine zu kompakte Bauweise verzichtet - genau das wird auch als der größte Nachteil genannt. Insgesamt erweitert der Klappmechanismus die Funktion des Notebooks aber enorm, macht daraus aber kein reines Windows 8.1 Tablet.

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Das Asus Transformer Book Flip TP300 wird es in insgesamt drei verschiedenen Größen mit 13.3, 14 und 15.6 Zoll großen Displays sowie diversen Konfigurationen geben. Im besten Fall erhält man nicht nur leistungsstarke Intel Core-Prozessoren, sondern auch eine dediziert Nvidia-Grafikkarte. Welche Modelle nun nach Deutschland kommen, wissen wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Preislich wird man sich je nach Konfiguration bei 500 bis ca. 1000€ bewegen.

Getestet wurde bei Ultrabook Review das Asus Transformer Book Flip TP300 mit 13,3 Zoll großem Full HD-Display, Intel Core i7-4510U, 8 GB RAM und 128 GB großer SSD. Als GPU kam leider nur die Intel HD Graphics 4400 zum Einsatz, wodurch sich auch die relativ hohe Laufzeit von über 6 Stunden erklärt. Mit der dedizierten Grafikkarte würde die Laufzeit vermutlich deutlich geringer ausfallen, wobei es da natürlich auch drauf ankommt, was man mit dem Convertible nun macht. Per Nvidia Optimus würde dann eh meist die HD Graphics auf dem Desktop laufen. Der Lüfter läuft zwar durchgehen, bleibt akustisch aber im Hintergrund.

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Positiv aufgefallen ist die Materialwahl zumindest am Gehäuse im unteren Bereich und an der Außenseite. Dort setzt Asus beim Transformer Book Flip TP300 auf Aluminium, welches einen wirklich hochwertigen Eindruck macht. Das 13,3 Zoll große Display spiegelt nicht nur selbst, es wird auch von einer glänzenden Kunststoffumrandung eingehüllt. Insgesamt wirkt das Gehäuse um das Display nicht sehr stabil und schleift teilweise auch beim Aufklappen am Aluminium. Da es sich um ein Vorseriengerät handelt, dürfte Asus das Problem in der finalen Verkaufsversion behoben haben. Ist das Display umgeklappt, wird die Tastatur nicht ausgeschaltet. Ein großes Problem, wenn man ungewollt beim Halten auf die Tasten bzw. das Touchpad kommt. Auch dafür muss Asus eine Lösung bis zum Marktstart finden.

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Insgesamt ist das Asus Transformer Book Flip TP300 wie ein Notebook gebaut und demnach nicht so flach und dünn wie z.B. ein Ultrabook, bietet dafür aber normale Anschlüsse. Da die Preise bei 500€ beginnen werden, kann man das auch nicht erwarten. Geht es in den hochpreisigeren Bereich, gibt es bessere Alternativen, die etwas leichter und kompakter sind. Im Einsteigerbereich kann das Convertible aber mit einer hohen Laufzeit überzeugen, die mit kleineren Prozessoren sicher noch besser ausfällt.

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Positiv ist auch, dass man die Unterseite abschrauben und den Festspeicher erreichen kann. In den günstigen Modellen werden HDDs verbaut sein, die man so sehr einfach gegen eine SSD tauch kann. Der Akku ist eigentlich fest verbaut, lässt sich im Notfall aber auch selbstständig auswechseln.

(Link zum YouTube-Video)

Das Asus Transformer Book Flip TP300 ist definitiv nicht perfekt, für die erste Generation aber gut gelungen. Besonders die günstigeren Modelle dürften gut ankommen. Andererseits könnten auch die Versionen mit dedizierter Grafikkarte Interesse erzeugen. Demnach sind wir gespannt auf die Preise und die Modelle, die nach Deutschland kommen.

Wäre das Asus Transformer Book Flip TP300 etwas für euch?

via notebookitalia

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