ASUS: Will zum Tablet-Primus hinter Apple werden

Amir Tamannai 9

Wir hatten es ja geahnt: ASUS baut nicht nur aus Jux und Dollerei ziemlich feine Android-Tablets mit neuen Konzepten, man möchte sich auf lange Sicht dadurch auch eine starke Postion am Markt aufbauen. Genaugenommen ist das Ziel, neben Apple die Nummer eins der Tablet-Hersteller zu werden und die Konkurrenz in Form von Samsung, HTC, Lenovo und Sony im Staub stehen zu lassen.

So explizit hat bei ASUS zwar niemand von den oben genannten Konkurrenz-Unternehmen gesprochen; aber wer notgedrungen auf der Strecke bleiben muss, wenn ASUS sich die Pole schnappt, ist ja klar. Die China Times zitieren nämlich ASUS‘ Xu Youjia, seines Zeichens Global Vice President des Unternehmens, mit der Ansage, „die erste Marke der Nicht-Apple-Tablets zu werden.“ Und der Weg dorthin führt zweifelsohne über die Transformer Pad-Serie, die ja mit der 300-Series und dem Infinity jüngst sowohl um eine High End- als auch ein Mainstream-Gerät ergänzt wurde.

Aus unserer Sicht könnte das Vorhaben aufgehen – wenn ASUS bei künftigen Releases die flächendeckende Verfügbarkeit seiner Tablets sicherstellt; eine, euphemistisch ausgedrückt, derart holprige Logistik wie beim Transformer Pad Prime, das bist heute nicht richtig erhältlich ist, wird die Taiwaner wohl kaum an die Spitze von irgendwas bringen. Zumal beim Transformer Pad Prime dadurch zuweilen auch die Qualität des Endprodukts leiden musste, wie zahlreiche Kunden berichten.

Wenn ASUS aber gute Qualität und Verfügbarkeit sicherstellt und seine Produkte weiterhin zu erschwinglichen Preisen anbietet, dann sollten die konzeptionell überzeugenden Tablets durchaus in der Lage sein, die Weltherrschaft an sich zu reißen. Vorgemacht hat ASUS das vor ein paar Jahren ja schon mit dem Eee PC, der den Siegeszug der Netbooks vorbereitete. Und mit dem kolportierten Google-Tablet oder auch einem günstigen Tegra 3-7 Zoll-MeMO-Tablet für um die 250 Dollar (das nach meiner Einschätzung noch nicht vom Tisch ist) hat das Unternehmen eventuell weitere Trümpfe in der Hand.

Apropos Eee PC: Wie schützt sich ASUS gegen Copycats und Nachahmer? Lenovo zum Beispiel hat ja bereits ebenfalls ein Tablet mit Docking-Tastatur vorgestellt? Nun, hier geht man den Weg des Apfel: Xu Youjia hat durchblicken lassen, dass andere Hersteller es sich gut überlegen sollten, ob sie der Transformer Pad-Serie zu ähnliche Geräte vorstellen möchten, denn man hätte diese natürlich durch Patente schützen lassen.

So oder so, wir sind gespannt, wie sich der Tablet-Markt in den nächsten Monaten entwickeln wird, wer nach oben klettert und wer vielleicht sogar von der Bildfläche verschwindet. Grundsätzlich drücken wir ASUS bei den Plänen, die den Gipfel zu erklimmen, natürlich die Daumen.

China Times [via unwiredview.com]

Amir Tamannai
Amir Tamannai, GIGA-Experte.

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