Neuer Schlag für Android Wear: Asus will keine Smartwatches mehr bauen

Kaan Gürayer

Nach Lenovo soll nun auch Asus seine Smartwatch-Reihe auf Basis von Android Wear einstellen. Nachdem Googles Wearable-Plattform unlängst sogar von Samsungs Tizen-OS überholt wurde, steht Android Wear offenbar vor einer ungewissen Zukunft. 

Neuer Schlag für Android Wear: Asus will keine Smartwatches mehr bauen

Wie die taiwanische DigiTimes unter Berufung auf Zuliefererkreise berichtet, sei es sehr wahrscheinlich, dass Asus die Produktion seiner ZenWatch-Reihe einstellen werde. Lediglich 5.000 bis 6.000 ZenWatch-Smartwatches liefere der taiwanische Hersteller pro Monat an Handelspartner aus, so das Branchenmagazin. Damit liege Asus deutlich unter den eigenen Erwartungen.

Die Produktion der ZenWatch 3, die im Herbst vergangenen Jahres vorgestellt wurde, habe Asus der DigiTimes zufolge an Pegatron übergeben.

Asus ZenWatch 3 im Hands-On auf der IFA 2016.

Asus selbst hat die Berichte über einen Ausstieg aus dem Smartwatch-Sektor weder bestätigt noch dementiert. Sollten sich die Meldungen aber tatsächlich bewahrheiten, müsste der Android-Wear-Sektor nach dem Rückzug von Lenovo einen weiteren namhaften Verlust verkraften. Ohnehin sieht es für das von Google 2014 vorgestellte Wearable-Betriebssystem alles andere als gut aus.

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Tizen hat Android Wear überholt

Selbst Samsungs Tizen, das lediglich auf den Gear-Smartwatches des südkoreanischen Herstellers zum Einsatz kommt, hat mittlerweile einen größeren Marktanteil als alle Android-Wear-Smartwatches von Motorola, Asus, Huawei und Co. zusammen. Von den Verkaufszahlen der Apple Watch kann das OS ohnehin nur träumen.

Wie sieht also die Zukunft von Android Wear aus? Womöglich gibt uns die Entwicklerkonferenz Google I/O 2017 eine Antwort, die morgen ab 19:00 Uhr deutscher Zeit beginnt.

Quelle: DigiTimes, via The Verge 

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