Review: Asus Transformer Pad TF701T im Test

Christof Wallner

Asus hat in diesem Jahr wieder einige heiße Tablets auf den Markt gebracht - egal ob mit Windows 8 oder Android Betriebssystem. Bei den Android-Tablets setzte man aber fast nur auf günstige Geräte, wo Asus natürlich einen Erfolg verspürte, z.B. mit dem günstigen Nexus 7 (Test) in Zusammenarbeit mit Google, oder auch dem noch günstigeren Memo Pad HD 7 (Test) und Memo Pad FHD 10. Doch denkt man an das vergangene Jahr, fehlte uns ein High-End Tablet im 10 Zoll Format.

Nachdem das neue Asus Transformer Pad erstmals auf der Computex in Taipei vorgestellt wurde, gibt es das 10 Zoll Premium Tablet endlich zu kaufen. Im Vergleich zu früheren High-End Tablets, wie beispielsweise das Asus Transformer Pad Infiniy, ist der Preis nicht mehr ganz so hoch angesiedelt. So kostet das edle Transformer Pad TF701T mit 32GB Speicher und Tastatur Dock „nur“ 499€. Wir werden euch in diesem Asus Transformer Pad TF701T Test zeigen, was ihr euch für diesen Preis erwartet dürft und wie gut sich der integrierte Tegra 4 Prozessor im Vergleich zum Qualcomm Snapdragon 800 schlägt.

Testgerät: Asus Transformer Pad TF701T 32GB (Datenblatt & Vergleich) - Preis ab 499€ bei Amazon | Cyberport | Notebooksbilliger
Software: Android 4.3 mit eigener Oberfläche

Asus Transformer Pad TF701T Video & Bilder:

(Link zum YouTube-Video)

5-Megapixel-Kamera-des-Transformer-Pad-TF701T
5-Megapixel-Kamera-des-Transformer-Pad-TF701T
Transformer-Pad-TF701T-Logo-auf-der-Rückseite
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USB-3.0-Anschluss-am-Tastatur-Dock
USB-3.0-Anschluss-am-Tastatur-Dock
Transformer-Pad-TF701T
Transformer-Pad-TF701T
Transformer-Pad-TF701T-in-der-Hand
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Transformer-Pad-TF701T-im-Winkel-aufgeklappt
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Transformer-Pad-TF701T-aufgeklappt
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Transformer-Pad-TF701T-Testen
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Hardware

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Schon bei dem ersten Asus Transformer Pad Infinity waren wir von den hochwertigen Materialien und der Verarbeitung beeindruckt und das hat sich beim TF701T erneut gezeigt. Die Aluminium Rückseite des Transformer Pad TF701T wirkt sehr solide, hochwertig und mit den zentrischen Kreisen sehr elegant. In einer kleinen Kunststoffblende wurde die 5 Megapixel Kamera integriert und dient natürlich für einen besseren Wifi und GPS Empfang.

Transformer Pad TF701T Rückseite mit Tastatur Dock

Vergleicht man das neue Transformer Pad TF701T aber mit anderen neuen Android-Tablets, wie z.B. das Galaxy Note 10.1 2014 (Test) oder das Sony Xperia Tablet Z (Test), wirkt es recht groß. Das liegt vor allem an den breiten Rahmen um das Display. Dass die Rahmen etwas größer ausfallen, hat einen Grund - das Keyboard-Dock. Würde man die Rahmen schmaler machen, müsste man auch mehr Platz bei der Tastatur einsparen, was wiederum die Eingabe verschlechtern könnte. Um die Rahmen etwas besser auszunutzen, hätte man vielleicht ein etwas größeres Display integrieren können, was sich allerdings wieder auf den Preis schlagen könnte, da beispielsweise Displays mit 10,6 Zoll, nicht zu den normalen Displays zählen, die in Massen produziert werden. Man braucht sich aber auch nicht all zu viele Gedanken darüber machen, denn das Transformer Pad TF701T ist mit einem Gewicht von 585g noch angenehm in den Händen zu halten. Zudem wird das 8,9mm dünne Tablet zum Rand hin dünner, wodurch der Haltekomfort nochmals verbessert wird.

Transformer Pad TF701T Rahmen

Die wichtigsten Anschlüsse befinden sich freilich um das Gerät. So findet man direkt am Tablet einen 3,5mm Klinkenanschluss, einen Micro-HDMI Anschluss mit Unterstützung für 4K Videoausgabe, den proprietären Dock-Anschluss, über den das Tablet mit der Dock verbunden oder auch geladen wird, und einen microSD Slot über den der interne Speicher einfach erweitert werden kann. Dabei wurden bei uns im Test auch eine microSDXC Karte mit 64GB Speicher ohne Probleme gelesen.

Die zwei Tasten für die Lautstärke Regelung und den Stand-By wurden Links auf der Seite und Oberseite positioniert. Diese bestehen aus Kunststoff und sitzen nicht ganz fest im Gehäuse, sodass sie zwar nicht wackeln aber sich etwas bewegen lassen.

Transformer Pad TF701T Micro HDMI Ausgang mit 4K Support

Für drahtlose Verbindungen sorgen GPS, Bluteooth 3.0 und Wlan 802.11 a/b/g/n mit dem neuesten AC Format. Wer das TF701T kabellos mit dem Fernsehr verbinden will, kann dies mittels Miracast-Standard tun. Auch dies haben wir uns im Test angesehen und festgestellt, dass es hier teilweise zu Performance-Einbrüchen kommt und das Tablet sich kaum mehr benutzen lässt. Wie bei vielen anderen Geräten und Miracast ist die Übertragung nicht ohne eine gewisse Latenzzeit möglich. Einwandfreies Spielen ist so leider nicht möglich. Beim Betrachten von Filmen wird oft der Ton vereinzelt für eine Sek. nicht synchronisiert. Dies liegt aber nicht unbedingt nur am TF701T, da wir Ähnliches mit anderen Tabelts und Smartphones festgestellt haben und unser Miracast Dongle noch ein Pre-Production Modell ist.

Der Lautsprecher wird mittig in der Abrundung auf der rechten Seite integriert. Schade das Asus auf einen zweiten Lautsprecher auf der linken Seite verzichtet hat. Dennoch ist die Soundqualität des SonicMaster Lautsprecher gut und bietet eine akzeptable Lautstärke. Lediglich beim Spielen würde man sich dennoch über einen Stereo Sound freuen, die ein noch besseres Sounderlebnis unterstützen könnten.

5 Megapixel Kamera des Transformer Pad TF701T

Die 5 Megapixel Kamera auf der Rückseite unterstützt Videos in Full-HD, während die 1,2 Megapixel Kamera auf der Vorderseite nur 720p unterstützt. Die Video- und Fotoqualität ist dabei in Ordnung und reicht für Schnappschüsse. Im Vergleich zum älteren Transformer Pad Infinity hat man hier aus Kostengründen zum günstigeren Sensor greifen zu müssen. Wer bessere Fotos machen möchte, wird wohl auch in Zukunft eher zum Smartphone greifen, die eine bessere Qualität liefern sollten.

Tastatur-Dock

Tastatur Dock des TF701T

Wie in der Einführung erwähnt wird das Transformer Pad TF701T mit der Tastatur-Dock ausgeliefert. Im Vergleich zum Tastatur-Dock des Transformer Book T100 (Test) mit Windows 8.1, befinden sich im Tastatur-Dock des TF701T ein weiter Akku mit 4820mAh, ein vollwertiger SD-Slot und ein USB 3.0 Anschluss für eine schnelle Datenübertragung von externen Datenträgern.

Die Tastatur kommt nicht in Aluminium, wie beispielsweise das Tablet selbst, sonder besteht aus einem Kunststoff. Dabei ist die Unterseite leicht strukturiert und die Oberseite aus normalem Kunststoff. Die Tastatur bietet ein vollständiges Layout und zusätzliche Tasten für Android, z.B. das Sperren des Trackpads und viele weitere Funktionen. Die Tasten selbst sind zwar etwas klein, wirken aber nicht schwammig und haben einen guten Druckpunkt. So kann man problemlos längere Texte mit dem Tastatur-Dock schreiben.

Das Trackpad fällt etwas klein aus. Unterstützt aber beispielsweise das Scrollen mit zwei Fingern am Homescreen oder beim Surfen im Web. Die Bedienung mit dem Trackpad ist aber nicht immer einfach, da es teilweise etwas ungenau ist.

TF701T Zusammengelapt rechts

Sehr gefallen hat uns auch die Möglichkeit, dass man eine vollwertige SD-Karte, beispielsweise einer Digitalkamera, einlegen und von dort auch gleich Bilder auf das Tablet speichern kann. Über den USB 3.0 Anschluss kann man auch problemlos schnell größere Dateien auf das Tablet übertragen oder umgekehrt.

Mit einem Gewicht von ca. 580 g ist die Tastatur relativ leicht und so wiegt das Tablet und die Tastatur gemeinsam rund 1,1kg. Das ist für einen kompakten Begleiter, der zusammengeklappt rund 22 mm dick ist, noch in Ordnung.

Aufgefallen ist uns aber, dass das Tablet recht viel Spiel hat, wenn es in dem Dock sitzt. Hebt man dabei das Transformer Pad mit dem Tastatur-Dock verkehrt an, geht sogar das Display automatisch an. Unter realen Bedingungen wird dies zwar nicht unbedingt oft vorkommen, aber hier haben wir bei älteren Versionen schon bessere Ergebnisse gesehen. Dies kann sich auch aber etwas von Tablet zu Tablet unterscheiden. Andere Benutzer berichten auch, dass beim Wackeln sogar die Verbindung zum Dock verloren geht. Zum Glück scheinen dies aber eher Einzelfälle zu sein.

Um wie viel der in dem Dock integrierte Akku die Laufzeit des TF701T erhöht, erfährt ihr später im Test.

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