Patentstreit: Bose und Apple-Tochter Beats einigen sich außergerichtlich

Thomas Konrad 3

Im Streit um ein Patent zur Geräuschunterdrückung in Kopfhörern haben sich Apples Tochter Beats und Bose nun außergerichtelich geeinigt. Das hätten beide Unternehmen laut Bloomberg einem Gericht in Delaware mitgeteilt.

Patentstreit: Bose und Apple-Tochter Beats einigen sich außergerichtlich

Bose und Apple-Tochter Beats hätten die Internationale Handelskommission der Vereinigten Staaten außerdem darum gebeten, die Untersuchungen im Fall einzustellen.

Im Juli hatte Bose die Apple-Tochter verklagt: Beats habe Noise-Cancelling-Patente verletzt. Für mehrere Produkte hatte Bose einen Verkaufsstop gefordert, darunter auch für Beats Studio- und Beats Studio Wireless-Kopfhörer. In einem weiteren Gerichtsverfahren in Delaware verlangte Bose eine finanzielle Entschädigung, klagte auf Unterlassung.

Am gestrigen Freitag wurde bekannt, dass Apple nächste Woche Bose-Produkte aus den eigenen Ladengeschäften verbannen könnte - wir berichteten. Unklar ist, ob es sich dabei um eine Maßnahme im Zuge der Beats-Übernahme handelt oder andere Gründe dafür verantwortlich sind.

Für Aufsehen sorgte kürzlich auch die Entscheidung der amerikanischen NFL, Spielern und Trainern Beats-Produkte im Umfeld von Kameras zu verbieten. Der Grund: Bose ist offizieller Sponsor der Liga. Produkte der Konkurrenz sind damit unerwünscht.

Das Verbot gilt auch für Pre-Season-Trainingscamps und während des Aufwärmens am Spieltag. Erst 90 Minuten nach dem Spiel sind Konkurrenzprodukte wie Beats-Kopfhörer wieder erlaubt, berichteten wir Anfang Oktober.

Die NFL erklärte damals gegenüber der Tech-Seite Re/code: Entsprechende Grundsätze gäbe es seit Beginn der 90er-Jahre. Schon damals gab es ein Verbot für Produkte, die nicht von der Liga autorisiert wurden. Auch das derzeitige Verbot sei also gewöhnliche Liga-Politik und unabhängig von einem Sponsor wie Bose; der sei am Umsetzen der Richtlinien nicht beteiligt.

Beats besitzt im Markt für Kopfhörer über 100 US-Dollar derzeit einen Anteil von über 60 Prozent.

 

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