Im Streit um ein Patent zur Geräuschunterdrückung in Kopfhörern haben sich Apples Tochter Beats und Bose nun außergerichtelich geeinigt. Das hätten beide Unternehmen laut Bloomberg einem Gericht in Delaware mitgeteilt.

 

Beats by Dr. Dre

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Bose und Apple-Tochter Beats hätten die Internationale Handelskommission der Vereinigten Staaten außerdem darum gebeten, die Untersuchungen im Fall einzustellen.

Im Juli hatte Bose die Apple-Tochter verklagt: Beats habe Noise-Cancelling-Patente verletzt. Für mehrere Produkte hatte Bose einen Verkaufsstop gefordert, darunter auch für Beats Studio- und Beats Studio Wireless-Kopfhörer. In einem weiteren Gerichtsverfahren in Delaware verlangte Bose eine finanzielle Entschädigung, klagte auf Unterlassung.

Am gestrigen Freitag wurde bekannt, dass Apple nächste Woche Bose-Produkte aus den eigenen Ladengeschäften verbannen könnte - wir berichteten. Unklar ist, ob es sich dabei um eine Maßnahme im Zuge der Beats-Übernahme handelt oder andere Gründe dafür verantwortlich sind.

Für Aufsehen sorgte kürzlich auch die Entscheidung der amerikanischen NFL, Spielern und Trainern Beats-Produkte im Umfeld von Kameras zu verbieten. Der Grund: Bose ist offizieller Sponsor der Liga. Produkte der Konkurrenz sind damit unerwünscht.

Das Verbot gilt auch für Pre-Season-Trainingscamps und während des Aufwärmens am Spieltag. Erst 90 Minuten nach dem Spiel sind Konkurrenzprodukte wie Beats-Kopfhörer wieder erlaubt, berichteten wir Anfang Oktober.

Die NFL erklärte damals gegenüber der Tech-Seite Re/code: Entsprechende Grundsätze gäbe es seit Beginn der 90er-Jahre. Schon damals gab es ein Verbot für Produkte, die nicht von der Liga autorisiert wurden. Auch das derzeitige Verbot sei also gewöhnliche Liga-Politik und unabhängig von einem Sponsor wie Bose; der sei am Umsetzen der Richtlinien nicht beteiligt.

Beats besitzt im Markt für Kopfhörer über 100 US-Dollar derzeit einen Anteil von über 60 Prozent.

 

Thomas Konrad
Thomas Konrad, GIGA-Experte für macOS, iOS und Apple-Hardware.

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