Bethesda: Rechtspopulistische Partei nutzt Zeichen der dunklen Bruderschaft

Marina Hänsel

Die österreichische Partei FPÖ (Freiheitliche Partei Österreich) vergreift sich in einem rechtspopulistischen Facebook-Beitrag an der schwarzen Hand, dem wohl berüchtigsten Zeichen der dunklen Bruderschaft aus beispielsweise The Elder Scrolls 5: Skyrim. Während die Mutter der Nacht noch Stillschweigen zur Urheberrechtsverletzung bewahrt, leitet Bethesda rechtliche Schritte ein – kein Wunder, denn niemand, kein Spielentwickler und schon gar keine öffentliche Partei, sollte den Zorn des Sithis und damit der Assassinengilde auf sich ziehen. Ob sich die FPÖ der Gefahr bewusst ist, bleibt offen.

Die dunkle Bruderschaft breitet sich unterdessen auch in The Elder Scrolls Online weiter aus, seit einige Zeit kannst du sie dort in Morrowind antreffen (wenn du das wirklich möchtest):

The Elder Scrolls Online: Morrowind – Assassinen und die großen Häuser.

Auf Facebook wirbt die FPÖ des Öfteren mit politischen Slogans und Grafiken, darunter ein Beitrag mit dem Titel „Österreich wird keine Bootsflüchtlinge aufnehmen!“, gefolgt von der schwarzen Hand. Zwar kann nicht ausgeschlossen werden, dass die dunkle Bruderschaft mit ihren tödlichen Fühler nun auch in die Politik eindringt; aufgrund der Art ihrer Profession ist dies jedoch äußerst unwahrscheinlich.

Die FPÖ hat gegenüber der österreichischen Zeitung Standard nun verlauten lassen, die Grafik sei frei verfügbar und es würde keine Urheberrechtsverletzung vorliegen. Tatsächlich hat die  Partei bereits zuvor ein Bild aus Segas The Club verwendet, und auch in diesem Fall wurden rechtliche Schritt eingeleitet. Bethesda reagierte inzwischen mit einer Unterlassungserklärung.

Das vierte Gebot der dunklen Bruderschaft, so wird gemunkelt, besagt: „Stiehl niemals die Besitztümer eines Dunklen Bruders oder einer Dunklen Schwester. Sonst beschwörst du den Zorn von Sithis herauf.“ Wie wird also die dunkle Bruderschaft selbst reagieren? Als wir ein Pressekommentar anfordern wollten, ist der Überbringer der Anfrage leider auf unerklärliche Weise verschwunden.

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