Blizzard: Gewinnt Rechtsstreit gegen Bot-Hersteller

Sandro Kipar

Seit einiger Zeit tobt nun schon ein Rechtsstreit zwischen Blizzard und einem deutschen Unternehmen namens Bossland. Bossland entwickelt vor allem Bots für Blizzard-Games wie Overwatch und World of Warcraft. Nun verkündeten die Richter ein Urteil.

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Schon im März zeichnete sich kein gutes Bild für Bossland ab: Die Anwälte von Blizzard hatten vor Gericht 8,5 Millionen Dollar gefordert, während Bossland sich in dem Rechtsstreit nicht zur Wehr setzte. Die Summe setzte sich aus den verkauften Produkten in den USA zusammen, die auf insgesamt 42.818 verkaufte Einheiten geschätzt wurden. Da die juristische Verteidigung fehlte, hatten Beobachter schon früh vorhergesagt, dass das Gericht deutlich zu Gunsten von Blizzard urteilen werde.

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Nach einem Bericht von Torrentfreak kam es auch genau so. Die Richter stellten Fest, dass die Produkte von Bossland Blizzard und seinen Spielen erheblichen Schaden zufügen würden. Hinzu käme der finanzielle Aufwand den Blizzard betreiben musste, um die Bossland Hacks von seinen Servern fernzuhalten, was teilweise sogar gelang. Das Gericht verurteilte Bossland zu einer Zahlung in Höhe von 8 563 600 Dollar. Um weiter Schäden zu verhindern, ist es Bossland außerdem nicht weiter gestattet, ihre Produkte in der USA zu bewerben und zu verkaufen.

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Der Bericht von Torrentfreak erwähnt außerdem Bossland CEO Zwetan Letschew, der in einer Stellungnahme mitteilte, dass sein Unternehmen weiterhin für seine Rechte kämpfen werde, egal wie das Urteil der Richter aussehe. Unter anderem wolle das deutsche Unternehmen die Zuständigkeit des kalifornischen Gerichts anfechten, um so dem Urteil aus dem Weg zu gehen.

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