Blizzard: Hersteller von Cheats auf 8,5 Millionen Dollar verklagt

Sandro Kipar

Der deutsche Entwickler Bossland, der sich auf Bots für Blizzard-Games spezialisiert hat, befindet sich nun schon seit einiger Zeit in einem Rechtsstreit mit dem Spielehersteller. Nun haben Blizzards Anwälte zum ersten Mal eine konkrete Summe gefordert: Über 8,5 Millionen Dollar Schadensersatz soll gezahlt werden.

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Bossland soll laut Blizzard in den USA insgesamt 42.818 Hacks für Spiele wie Overwatch und World of Warcraft verkauft haben. Nun fordert das Unternehmen Schadensersatz: Laut der englischsprachigen Website Torrentfreak 200 Dollar pro verkauftem Hack. Insgesamt beläuft sich die Klage also auf eine Summe von 8.563.600.00 US-Dollar. Damit will Blizzard für das Verletzen von Lizenzrechten entschädigt werden. Laut einem Firmensprecher sei diese Summe das Minimum, das Blizzard verlangen könne. Das amerikanische Unternehmen hat sich bei der Zusammenstellung der Summe an dem Preis einer Jahreslizenz für einen Hack von Bossland orientiert und geht davon aus, dass das deutsche Unternehmen über die Jahre deutlich mehr Geld verdient habe, als nun vor Gericht gefordert wird.

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Der Bot-Anbieter hat mittlerweile die Fristen für eine juristische Verteidigung versäumt, weswegen davon ausgegangen wird, dass Blizzard das Verfahren gewinnen werde. Da das aktuelle Verfahren im US-Bundesstaat Kalifornien verhandelt wird ist unklar, wie die Behörden das Urteil durchsetzen wollen, wenn Bossland nicht kooperiert.

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Der Rechtsstreit zwischen Blizzard und Bossland flammt immer wieder auf. Seit Anfang des aktuellen Jahres hat der Spieleentwickler verstärkt Produkte von Bossland im Visier, was vor allem die Kunden hart traf. Bannwellen warfen die Cheater von den Servern. Bossland antwortete darauf im März mit einer Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht.

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Nicht nur Blizzard möchte von Bossland Geld: Auch die eigene Kundschaft möchte seit den Bannwellen ihr Geld zurück. Der Grund dafür ist, dass das deutsche Unternehmen sein Bezahlmodell verändert hat. Kunden müssen nun für jedes Update extra Zahlen, um die Lizenz weiterhin Nutzen zu dürfen.

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