BMW stellt auf einer Oldtimer-Veranstaltung am Comer See den Elektro-Scooter „BMW Motorrad Concept Link“ vor. Nach den elektrischen Autos i3 und i8 gehen jetzt auch die Zweiräder in den Akku-Betrieb. Sieht so die Zukunft des Motorrollers aus?

 

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Facts 
BMW Motorrad Concept Link

Für den Stadtverkehr der Zukunft setzt BMW auf den E-Scooter Concept Link. Die erste Studie präsentierte der Münchner Hersteller auf der Oldtimer-Show „Concorso d'Eleganza Villa d'Este“ am Comer See. Das futuristische Zweirad ist voll vernetzt und kommuniziert mit seinem Fahrer und der Umgebung.

Touchscreen zur Steuerung

Informationen wie Geschwindigkeit, Akkuladung und Anweisungen des Navigationssystems werden digital auf einem Windabweiser am Lenker angezeigt. Unter dem Lenker befindet sich ein Touchscreen, mit dem das Infotainment und das Navigationssystem gesteuert werden. Die Vernetzung soll einmal so weit gehen, dass der Roller vom Datum des Tages auf das Fahrziel des Fahrers schließt. Außerdem soll er erkennen, ob die schönste oder schnellste Route zum Ziel besser ist und gleich die passende Musik für die Fahrt auswählt. Auch Ampeln und andere Motorräder sollen mit dem Roller in Zukunft kommunizieren können, um vor Unfällen und Staus zu warnen. Diese Funktion bieten andere Hersteller noch nicht:

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Informationen wie Geschwindigkeit und Akkuladung werden auf einem Display am Lenker angezeigt. Quelle: BMW

Vernetzung des Scooters über die Kleidung

Ein Highlight der Studie ist die Idee, die Kleidung des Fahrers mit dem Fahrzeug zu vernetzen. Ein konkretes Beispiel zeigt BMW mit einem automatischen Schließfach am Roller. In der Motorradjacke sind Sensoren, die auf Bewegung reagieren. Streicht der Besitzer über den Ärmel, öffnet sich das Gepäckfach an der Seite des Rollers.

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Stephan Schaller, Leiter der BMW-Motorradsparte spricht in der FAZ vom „großen Potenzial hinsichtlich Sicherheit Komfort, Funktionalität und Fahrerlebnis“. Die Jacke könnte den Gesundheitszustand des Fahrers überwachen, vor Gefahrensituationen warnen oder durch integrierte LEDs, die Blinker und Bremsleuchten ergänzen.

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Das Schließfach an der Seite wird über die vernetzte Jacke geöffnet. Quelle: BMW

BMW verrät keine technischen Daten

Über die genauen technischen Einzelheiten der Studie ist indes nur wenig bekannt. Die Akkus werden im Unterboden Platz finden und das Hinterrad über einen Zahnriemen angetrieben. Wie viel Kraft der Elektromotor entwickelt und wie viel Reichweite die Akkus haben, darüber schweigt BMW noch.

Fazit: Kein realitätsfernes Modell, das eher an das Motorrad im Zukunfts-Film Tron erinnert, sondern ein interessantes Vehikel für die Stadt. Allerdings auch nicht der erste Elektroroller von BMW. Mit dem „C-Evolution“ hat BMW seit 2014 einen E-Scooter auf dem Markt. 13.700 Euro verlangen sie für das Modell. So wie wir die bayerische Preisgestaltung kennen, dürfte der neue Roller auch nicht billig werden.

Quelle: BMW, FAZ