Boeing Black: Geheimagenten-Smartphone mit „Selbstzerstörungsmodus“ vorgestellt

Florian Matthey 2

Mitarbeiter des US-Militärs, der NSA sowie Geheimagenten sollen in Zukunft mit einem Smartphone von Boeing unterwegs sein. Das „Boeing Black“ soll unter anderem automatisch Daten löschen, wenn sich jemand am Gehäuse zu schaffen macht.

Boeing präsentiert das neue Geheimagenten-Telefon mit dem simplen Namen „Boeing Black“ auf der eigenen Website. Das Handy arbeitet mit einer für Sicherheit optimierten Version von Android. Der Flugzeughersteller hat es in Zusammenarbeit mit BlackBerry entwickelt.

Ein interessantes Feature ist der „Selbstzerstörungsmodus“, der das Gerät allerdings nicht gleich in Flammen aufgehen lässt, sondern sich auf ein Löschen aller gespeicherten Daten beschränkt. Dies lässt sich aber nicht nur aus der Ferne über die Mobilfunk-Verbindung des Gerätes auslösen – stattdessen erkennt das Smartphone, wenn ein Unbefugter versucht, das Gehäuse zu öffnen, um den internen Speicher auslesen zu können. Sobald dies passiert, löscht es alle Daten unwiderruflich.

Gleichzeitig soll ein Geheimagent im Alltag aber auch kaum etwas auf dem Gerät speichern: Das „Boeing Black“ kommuniziert in erster Linie mit dem geheimen Joint Worldwide Intelligence Communications System des US-Militärs und soll ein „Spiegel“ des Rechners des Benutzers sein, dessen Daten aber soweit wie möglich nicht lokal abspeichern. Das, was das Handy speichert, speichert es aber alles verschlüsselt.

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„Boeing Black“ kommt mit veralteter Hardware

Das Gerät verfügt außerdem über einen Erweiterungs-Anschluss, über den Benutzer von Boeing nicht genauer definierte Sensoren verbinden können sollen. Zwei SIM-Karten-Slots sorgen dafür, dass Benutzer sowohl Regierungs- als auch kommerzielle Mobilfunknetzwerke nutzen können. Zwecks Datenübertragung auf andere Geräte ist außerdem ein microSD-Slot vorhanden. Abseits von den Sicherheitsfeatures kann das „Boeing Black“ mit seinem 4,3-Zoll-Display samt qHD-Auflösung (960 x 540 Pixel), 1,2 GHz starken Dual-Core-SoC und 1.590-mAh-Akku aber kaum beeindrucken und bietet demnach veraltete Hardware.

Boeing will das „Black“ nicht an jedermann, sondern nur an ausgesuchte Kunden verkaufen – die in erster Linie aus dem Bereich Militär und Sicherheitsbehörden stammen dürften. Einen Preis nennt das Unternehmen nicht.

Quelle: Boeing via Neowin

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