Bose: Die neueste Erfindung ist eine AR-Sonnenbrille

Stefan Bubeck

Der für seine Noise-Cancelling-Kopfhörer und Bluetooth-Lautsprecher bekannte Audio-Hersteller Bose hat im Rahmen der SXSW den Prototyo einer smarten Sonnenbrille gezeigt. Wozu soll sie gut sein?

Bose: Die neueste Erfindung ist eine AR-Sonnenbrille
Bildquelle: Bose.

Die Veranstaltung „South by Southwest“ (SXSW, 9. bis 13. März 2018) ist ein bunt gemischtes Branchentreffen aus Konzerten und Konferenzen – der ideale Rahmen, um futuristische Erfindungen vorzustellen. Der amerikanische Lautsprecher-Riese Bose springt bei der Gelegenheit auf den Trend „Augmented Reality“ auf, ohne dabei Snapchats Kamera-Sonnenbrille zu kopieren.

Bose Sonnenbrille: Sie weiß was du anschaust und bringt den passenden Sound dazu

Anders als beispielsweise bei Microsofts Hololens wird bei Boses Sonnenbrille keine weitere sichtbare Ebene über die Realität gelegt. Das als „Zukunft des mobilen Sounds“ bezeichnete Gadget bietet dem Träger stattdessen Sound, der zu dem passt, was gerade betrachtet wird.

Durch Antippen des Rahmens lassen sich so Informationen zu Ladengeschäften oder Restaurants (Speisekarte, Bewertung) abrufen, vor denen der Träger der Bose-Sonnenbrille steht – die dazu notwendigen Daten stammen von Diensten wie TripAdvisor oder Yelp. Es sind keine Kameras in Boses Gadget verbaut: Um die Blickrichtung zu ermitteln, kommt in der Brille ein Bewegungssensor zum Einsatz, der mit dem GPS des Smartphones (iOS und Android) zusammenarbeitet.

Bose: Die Plattform soll wachsen

Besonders beeindruckend sei die Klangqualität des Prototypen, wie Engadget auf YouTube berichtet. Boses „Audio-AR“ legt besonderen Wert darauf, dass Mitmenschen nichts vom Sound der Brille mitbekommen: Der Schall wird dazu mittels einer neuen Lautsprecher-Technologie gezielt auf die Ohren des Trägers gerichtet.

Die „Bose AR Platform“ soll neue Partner an Bord holen, mit dabei sind neben Unternehmen auch wissenschaftliche Institutionen wie das MIT Media Lab und das NYU Future Reality Lab. Für interessierte Start-Ups stehen 50 Millionen US-Dollar Fördergeld bereit.

Quelle: Bose, Bose Ventures

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