Bose Frames vorgestellt: Dieser Kopfhörer ist eine Sonnenbrille

Stefan Bubeck

Es ist soweit: Der für seine Noise-Cancelling-Kopfhörer und Bluetooth-Lautsprecher bekannte Audio-Hersteller Bose hat jetzt eine Augmented-Reality-Sonnenbrille mit integrierten Lautsprechern im Programm. GIGA verrät euch was sie genau kann und was sie kostet.

Bose Frames vorgestellt: Dieser Kopfhörer ist eine Sonnenbrille

Update vom 16.05.2019: Über ein Jahr nach der ersten Vorstellung ist es soweit: Ab dem 31. Mai 2019 sind die Bose Frames in Deutschland im Handel erhältlich, preislich geht es bei 229 Euro los. Der Hersteller spricht von einer Vereinigung von Design-Sonnenbrille, UV-Schutz und kabellosen Kopfhörern, die man jetzt sozusagen mit einem einzigen Gadget bekommt. „Schaltet man sie an, funktionieren die Bose Frames wie Kopfhörer und sind mit dem Smartphone des Nutzers, seinen Kontakten, dem Web und all seinen hörbaren Inhalten verbunden. Seit ihrem Marktstart in den USA vor sechs Monaten haben die Bose Frames die Wearable-Welt im Sturm erobert,“ erläutert Mehul Trivedi, Director von Bose Frames.

David Carnoy von CNET zeigt sich vom „ordentlich Klang“ aus den integrierten Micro-Lautsprechern überrascht. Der Träger hört laut Musik, aber die Umgebung bekommt nichts davon mit, außer man steht direkt daneben. Die Wiedergabezeit ist ein wenig kurz geraten: Nur 3,5 Stunden sind mit einer Akkuladung drin, im Standby-Modus immerhin bis zu 12 Stunden. Da sind aktuelle herkömmliche Bluetooth-Kopfhörer ganz klar voraus, man kann mit einer Ladung auch mal 14 Stunden Musik hören.

Originalartikel:

Die Veranstaltung „South by Southwest“ (SXSW, 9. bis 13. März 2018) ist ein bunt gemischtes Branchentreffen aus Konzerten und Konferenzen – der ideale Rahmen, um futuristische Erfindungen vorzustellen. Der amerikanische Lautsprecher-Riese Bose springt bei der Gelegenheit auf den Trend „Augmented Reality“ auf, ohne dabei Snapchats Kamera-Sonnenbrille zu kopieren.

Bose Sonnenbrille: Sie weiß was du anschaust und bringt den passenden Sound dazu

Anders als beispielsweise bei Microsofts Hololens wird bei Boses Sonnenbrille keine weitere sichtbare Ebene über die Realität gelegt. Das als „Zukunft des mobilen Sounds“ bezeichnete Gadget bietet dem Träger stattdessen Sound, der zu dem passt, was gerade betrachtet wird.

Durch Antippen des Rahmens lassen sich so Informationen zu Ladengeschäften oder Restaurants (Speisekarte, Bewertung) abrufen, vor denen der Träger der Bose-Sonnenbrille steht – die dazu notwendigen Daten stammen von Diensten wie TripAdvisor oder Yelp. Es sind keine Kameras in Boses Gadget verbaut: Um die Blickrichtung zu ermitteln, kommt in der Brille ein Bewegungssensor zum Einsatz, der mit dem GPS des Smartphones (iOS und Android) zusammenarbeitet.

Bose: Die Plattform soll wachsen

Besonders beeindruckend sei die Klangqualität des Prototypen, wie Engadget auf YouTube berichtet. Boses „Audio-AR“ legt besonderen Wert darauf, dass Mitmenschen nichts vom Sound der Brille mitbekommen: Der Schall wird dazu mittels einer neuen Lautsprecher-Technologie gezielt auf die Ohren des Trägers gerichtet.

Die „Bose AR Platform“ soll neue Partner an Bord holen, mit dabei sind neben Unternehmen auch wissenschaftliche Institutionen wie das MIT Media Lab und das NYU Future Reality Lab. Für interessierte Start-Ups stehen 50 Millionen US-Dollar Fördergeld bereit.

Quelle: Bose, Bose Ventures

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